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Zu Hause im Spa: von Low Budget bis High End

Susanne Loacker

Das mit dem Fitnesscenter und dem Spa ist im Moment so eine Sache: Ins Ausland fahren ist schwierig, im Land bleiben auch nicht ohne Unsicherheiten. Dabei wäre es gerade im Moment so wichtig, sich ab und zu etwas Gutes zu tun. Wie wäre es da mit dem ganz persönlichen Spa zu Hause? Wir geben Spa-Tipps für die eigenen vier Wände – und für jedes Budget.

Auf einem Badewannenrand stehen Kerzen, im Vordergrund sieht man eine Schale mit einem Tuch, einem Glas Badesalz, einer Kerze und einer Blüte.
© Getty Images/iStockphoto

In diesem Artikel

Schon die alten Römer liebten Wellness

Spa steht für das lateinische «sanus per aquam» und soll so viel bedeuten wie «gesund durch Wasser». Zwar ist die lateinische Übersetzung grammatikalisch so nicht korrekt – eigentlich heisst es «gesund durchs Wasser kommen» – aber inzwischen hat sich der Begriff Spa im Volksmund auf alles ausgeweitet, was Körper und Seele guttut.

Low Budget: Wellness für wenig Geld

Manchmal braucht es gar nicht viel: ein Fläschchen Öl, den passenden Badezusatz oder einen Luffaschwamm für das nächste Vollbad. Denn auch mit wenigen Accessoires lässt sich zu Hause eine kleine Wellness-Oase schaffen.

1. Düfte für Körper und Seele: Aromatherapie zum Sparpreis

Normalerweise kauft man sie an Weihnachtsmärkten, sie sind aber auch in spezialisierten Geschäften erhältlich: Duftöle, die in einer Lampe, meist über einer Rechaudkerze, verdampft werden. Manuka zum Beispiel ist eine traditionelle Nutzpflanze der Maori. Das Öl des wilden Manuka ist sehr hautfreundlich und kann helfen, Problemhaut zu regenerieren. In der Duftlampe oder in einem Verdunster angewendet, soll es stärkend und entspannend wirken. Made in Switzerland gibt es Duftöle etwa von Farfalla.

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Stärkend und belebend wirkt der Duft von Lavendel. Dieser lässt sich ebenfalls in Öl konservieren – oder als gebundener getrockneter Strauss. Hängt der Strauss über der Duschbrause, trägt der Dampf den Geruch und die ätherischen Öle ins gesamte Bad. Auch Eukalyptus lässt sich als Strauss über der Dusche oder der Badewanne aufhängen – besonders in der Erkältungszeit ist er Gold wert, denn er wirkt Wunder gegen verstopfte Nasen.

2. Badezusätze machen das Bad zum Sparfuchs-Spa

Gerade bei Hudelwetter und an kalten Wintertagen ist ein warmes Bad eine wahre Wohltat. Um diesem einen Hauch von Spa zu verleihen, gibt es wunderbar duftende und pflegende Badezusätze. Die Luxusbadezusätze des britischen Pioniers für tierversuchsfreie Kosmetik, Lush, kommen in fester Form daher, um möglichst wenig Abfall zu produzieren. Mit diesem bunten Lavendel-Schaumbad, das mit seinem Namen «Unicorn Horn» schon zum Träumen anregt, driftet man sanft in einen entspannten Abend. Eines für rund 12 Franken reicht locker für zwei Bäder.

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3. Accessoires: kostengünstig zur Wellness-Oase

Luxuriöse Spas sind meist recht schlicht eingerichtet, sie setzen jedoch auf hochwertige Akzente und gutes Zubehör. Um das Wellness-Gefühl auch im eigenen Bad zu schaffen, braucht es meist nur ein paar Accessoires – und die müssen nicht teuer sein.

Ein Luffa, eine Badebürste oder ein Naturschwamm machen jedes Badezimmer zum Wellness-Bereich. Alle Artikel gibt es bereits für unter 10 Franken. In Bioqualität, etwa im Bioladen oder in der Drogerie, sind sie ab rund 20 Franken erhältlich. Für das absolute Spa-Gefühl – und für eine schicke Optik – hängen Sie alle Accessoires an kleinen Haken an die Wand. Ein weiterer Vorteil der Methode: So trocknen sie besser und bieten Keimen und Bakterien keine Chance sich zu vermehren.

Middle Class: So verwandeln Sie Ihr Bad in eine Wellness-Oase

Es soll kein Vermögen kosten, aber bleibenden Wert haben? Um das Badezimmer zum eigenen kleinen Spa umzugestalten, sind vor allem die richtigen Textilien und einige kleine Akzente wichtig.

1. Akzente setzen: Möbel und Blumen im Bad

Mit ein paar kleinen Änderungen bei der Einrichtung lassen sich im Bad wahre Wunder vollbringen – und das muss kein Vermögen kosten. Ein paar Pflanzen im Bad schaffen etwa ein gutes Raumklima und verändern auch gleich die Optik des Raums. Welche Pflanzen sich fürs Bad eignen, lesen Sie in unserem Artikel «Grünes Wohlgefühl: die richtige Pflanze für jeden Raum».

Aber auch Möbel und Textilien machen einen entscheidenden Unterschied: Mit den richtigen Regalen und passenden Körben oder Kästen wirkt das Badezimmer immer aufgeräumt. Für eine entspannte Atmosphäre bieten sich hier gedeckte Farben und natürliche Materialien wie Holz an – bei den Textilien können Sie jedoch ein bisschen Farbe ins Spiel bringen. Handtücher, Duschvorhänge und Fussmatten mit orientalisch angehauchten Farben und Mustern lassen ein schlichtes weisses Bad edler aussehen – und verleihen ihm einen Touch von Spa. So etwa das Badetuch Micasa Silvano, erhältlich bei Galaxus für rund 30 Franken oder der Duschvorhang Wenko Portugal, ebenfalls bei Galaxus für rund 36 Franken.

Wer noch mehr Farbe in sein Bad bringen will, findet Inspiration in unserem Artikel «Warum immer nur Weiss? 6 Ideen für mehr Farbe im Bad».

2. Auf die kleinen Dinge kommt es an

Ein Schaum- oder Duftbad ist toll. Aber noch toller ist es mit ein wenig Unterhaltung, einem Gläschen Wein oder sogar ein paar leckeren Snacks. Damit die Elektronik, die Gläser oder das Essen nicht in der Badewanne untergehen, bietet sich eine Ablage für den Badewannenrand an. In schlichter Holzoptik sehen die Ablagen nicht nur edel aus. Denn meist bestehen sie aus Bambusholz, das von Natur aus antibakteriell ist – und so robust gegen Feuchtigkeit ist. Die Ablage Relaxdays ist grössenverstellbar und somit für fast jede Badewanne geeignet; bei Galaxus ist sie für rund 54 Franken erhältlich.

Wer keine Badewanne besitzt, aber nicht auf den Wellness-Luxus im kleinen Stil verzichten möchte, investiert in einen neuen Duschkopf. Duschköpfe gibt es mit Massage-, Farbtherapie- oder Wasserfall-Funktion – von günstig bis teuer. Noch edler wird es nur mit einer kompletten Umgestaltung der Dusche. Inspirationen finden Sie in unserem Artikel «Ruheoasen: 8 Traumduschen mit Wow-Faktor».

3. Bademantel und Hamamtuch: Textilien machen den Unterschied

Ein Bademantel ist schon fast selbst Wellness. Kuschelig warm schmiegt er sich an die Haut. Hängt in einem Hotelzimmer ein weicher Bademantel im Schrank, kann man sicher sein, in einem stilvollen Etablissement gelandet zu sein. Dieses Gefühl von Wellness leisten wir uns für zu Hause viel zu selten. Dabei haben wir im Bademantel gleich noch mehr das Gefühl, in einem Spa zu sein. Wenn er dann noch vor dem Anziehen auf dem beheizbaren Handtuchhalten gehangen hat, ist der Luxus perfekt. Eine edle Variante ist der Bademantel Livia bei Ackermann. Der Bademantel aus zertifizierter Biobaumwolle in Grau oder Blau ist für rund 65 Franken erhältlich.

Eine Frau in einem cremefarbenen Bademantel sitzt auf dem Rad ihrer Badewanne.

Die Ruhe zuhause ist oft angenehmer als das Getümmel im öffentlichen Gym oder Hamam.

Eine schicke – und etwas günstigere – Alternative bieten Hamamtücher. Die überdimensionalen Badetücher mit Fransen verleihen dem Bad einen Hauch von echten türkischen Hamams. Die schönen Baumwolltücher sind meist in gedeckten Farben und mit Streifenoptik erhältlich, etwa die Variante von Hamam Store bei Galaxus für rund 40 Franken. Der Vorteil: Die Tücher sind nicht nur kuschelig, sie machen sich an der Handtuchstange auch noch prima als optisches Highlight, das die Einrichtung des persönlichen Spas noch unterstützen kann.

High End: Luxus pur mit der richtigen Technik

Wer bereit ist, in die Gesundheit zu investieren, kann sich viele schöne, erholsame und pflegende Stunden in den eigenen vier Wänden verschaffen: mit einem Massagesessel, einem Hamam oder einem eigenen Whirlpool. Nach oben sind dem Budget hier keine Grenzen gesetzt.

1. Massagesessel: den eigenen elektrischen Masseur einstellen

Eine Massage ist für viele Menschen der Inbegriff von Wellness. Wer Platz hat, kann sich, statt regelmässig zu einem Masseur zu fahren, auch einen Massagesessel zulegen. Das ist zwar etwas teurer als eine Massage, aber auf lange Sicht lohnt er sich bestimmt. Ausserdem ist der Massagestuhl auch noch verfügbar, wenn alle öffentlichen Einrichtungen schliessen müssen.

Eine mögliche – und durchaus schicke – Variante ist der «Synca CirC». Neben einer schicken Optik bietet der Sessel verschiedene Massageprogramme: von der Ganzkörpermassage über die Rücken- bis hin zur Hüft- und Gesässmassage. Hier können Sie zusätzlich unterschiedliche Intensitätsstufen wählen: Die Klopfmassage bleibt eher oberflächlich und dient so vor allem der Entspannung, die Knetmassage hingegen löst auch tiefsitzende Verspannungen. Der Sessel ist in verschiedenen Farben erhältlich und kostet bei Galaxus 1207 Franken (Stand 29. Dezember 2020).

2. Hamam: Dampfbad im eigenen Zuhause

Im Winter ist die Luft meist sehr trocken – schuld daran ist die Heizungsluft. Das mag unsere Haut gar nicht und auch die Schleimhäute werden anfälliger. Da helfen ein Luftbefeuchter im Schlafzimmer – und eine Dampfdusche. Hohe Luftfeuchtigkeit und Wasserdampf, da kommt einem gleich das Gefühl vom Dampfbad beim letzten Spa-Besuch in den Sinn. Wer genug Platz und das nötige Kleingeld hat, kann sich eine Dampfdusche ins Badezimmer stellen – etwa das «Dark Night Hammam», das zusätzlich zum Dampfbad über ein Druckstrahlmassagesystem mit sechs verstellbaren Düsen verfügt. Wenn das nicht Wellness pur fürs Zuhause ist. Erhältlich ist das Modell etwa bei Hornbach für rund 1200 Franken (Stand: 29. Dezember 2020). Hier kommen noch die Kosten für den Anschluss im Badezimmer dazu.

3. Sauna und Whirlpool: die High-End-Ausstattung

Der ultimative Luxus fürs Zuhause: eine komplette Spa-Ausstattung. Dazu gehört natürlich die eigene kleine Schwitzhütte – ob die Sauna dabei im Garten, im Keller oder auf dem Balkon steht, spielt keine Rolle. Hauptsache, sie ist korrekt verbaut und funktionstüchtig.

Ein weiteres Must-have ist der Whirlpool. Dieser spült mit seinem hypnotisierenden Sprudeln allen Stress einfach weg. Das Einzige, das jetzt noch besser ist, ist ein Whirlpool mit Gegenstromanlage. Ein Modell, das Blubbern und Gegenstrom gleichermassen kann, ist das Swim-Spa «Kongo». Mit knapp viereinhalb mal zweieinhalb Metern bietet das Gerät Platz für zwei Personen, die sich von den zwölf Düsen massieren lassen können. Die Gegenstromanlage ist in sechs Stufen einstellbar – vom entspannten Schwimmen bis zum harten Trainingsmodus. Das edle Teil fasst 7800 Liter, ist selber 1100 Kilo schwer, besteht aus Chromstahl und kostet im Whirlpoolcenter knapp 60 000 Franken (Stand 29. Dezember 2020).

Fazit: Ob Ihr Budget nun 10 oder 60 000 Franken umfasst – ein wenig Spa können Sie sich immer ins eigene Zuhause holen. Die wohlige Wellness, die man dafür bekommt, ist in jedem Fall unbezahlbar. Noch mehr Einrichtungstipps fürs Bad: «Ideen zur Bade­zimmer­gestaltung: Vom Boden bis zur Decke».

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