Leben

Wohnung putzen: ein sauberes Ergebnis in allen Räumen

Jana Janssen

Putzen gehört zu den wohl unbeliebtesten Arbeiten im Haushalt. Klar, nach der Arbeit auf dem Sofa fernsehen ist wesentlich verlockender, als das Badezimmer zu wischen. Wenn Sie es richtig anstellen, können Sie beim Putzen jedoch jede Menge Zeit sparen. Aber wie putzen Sie am effizientesten? Die folgenden Tipps helfen Ihnen, für jeden Bereich Ihrer Wohnung oder Ihres Hauses ein System zu etablieren und so die Dusche, Toilette oder das Spülbecken im Nu blitzblank zu putzen.

Eine Frau steht in der Küche und wischt mit einem Bodenwischer den Boden.
© Getty Images

In diesem Artikel

Schnell und effizient putzen – mit System

Wer jeden Tag ein bisschen putzt, der spart viel Zeit. Denn hartnäckige Verschmutzungen können sich so gar nicht erst bilden. Es lohnt sich also, eine tägliche Routine bei der Wohnungsreinigung einzuführen. Die wöchentlichen und monatlichen Aufgaben erledigen Sie dann viel schneller.

Zusätzlich zu den täglichen Aufgaben widmen Sie am besten jeden Tag der Woche einem bestimmten Bereich in Ihrem Haus oder Ihrer Wohnung besondere Aufmerksamkeit. Dann fällt es Ihnen leichter, die einzelnen Räume sauber zu halten. Fangen Sie zum Beispiel montags mit dem Bad an, machen Sie dienstags in der Küche weiter und so weiter. Welche Aufgaben idealerweise täglich erledigt werden sollten, welche wöchentlich und welche nur einmal im Monat nötig sind, das erfahren Sie in unserer Auflistung.

Täglich

  • Küche nach dem Kochen säubern und Krümel auf dem Küchentisch und der Theke abwischen,
  • schmutziges Geschirr in den Geschirrspüler einräumen, wenn nicht vorhanden Geschirr von Hand abwaschen,
  • Armaturen in der Küche und im Bad abwischen, damit kein Kalk entstehen kann
  • Groben Dreck auf dem Boden auffegen,
  • anprobierte, aber nicht getragene Kleidung und Kleidung, die noch einmal getragen werden kann, wieder in den Schrank räumen,
  • Betten machen,
  • Spielzeug, Zeitungen, Bücher etc. nach Gebrauch wegräumen.
Eine Frau räumt mit zwei Kindern das Kinderzimmer auf.

Vor dem Putzen gilt: Zuerst aufräumen. Gerade im Kinderzimmer hilft eine tägliche Aufräumroutine, um hinterher beim Putzen Zeit zu sparen.

Wöchentlich

  • WC reinigen,
  • gründlich staubsaugen,
  • Böden wischen,
  • Wäsche waschen (gegebenenfalls auch häufiger),
  • Abfalleimer leeren,
  • Staub wischen.

Monatlich

  • Kühlschrank und Backofen reinigen,
  • Waschmaschine reinigen,
  • Auf Schrank- und Regalflächen in der Küche wischen,
  • je nach Wetter Fenster putzen,
  • Schubladen und Schränke nach Krimskrams durchsehen und nicht mehr Benötigtes aussortieren und verschenken oder wegwerfen.

Die richtigen Reiniger: Das brauchen Sie wirklich

  • Allzweck- oder Universalreiniger: Wie der Name schon sagt, können Sie den Universalreiniger für viele Zwecke einsetzen. Er reinigt Oberflächen und Sie können ihn auch ins Wischwasser für den Boden geben, wenn es sich nicht um unversiegelte Holzdielen handelt.
  • Geschirrspülmittel: Auch wenn Sie einen Geschirrspüler besitzen, ist Spülmittel sehr nützlich. Damit reinigen Sie nicht nur Geschirr, das nicht für die Spülmaschine geeignet ist, sondern auch viele Oberflächen in der Küche. Auch für Fenster ist es geeignet, sodass Sie getrost auf einen Glasreiniger verzichten können. Um Schlieren zu vermeiden, wischen Sie am besten mit einem feuchten Tuch nach.
  • Essig- oder Zitronenreiniger: Gegen Kalk ist die Säure aus Essig oder Zitrone besonders effektiv. Auch Spiegel lassen sich mit einem Essigreiniger gut putzen. Das Beste daran: Sie können die Reiniger auch ganz leicht selbst herstellen – einfach zwei Teile Haushaltsessig mit einem Teil Wasser mischen beziehungsweise ein Liter Wasser mit zwei bis drei Esslöffeln Zitronensäure. Für einen schönen Geruch können Sie ein paar Tropfen ätherisches Öl hinzugeben.
  • Scheuermilch: Auch ein Scheuermittel sollte nicht fehlen, um hartnäckige Verkrustungen auf Oberflächen in der Küche oder im Bad zu entfernen. Für die DIY-Version kann dafür einfach Natron in Kombination mit einem Allzweckreiniger dienen.

Badezimmer: Kalk an Dusche, Toilette und Lavabo vorbeugen

Das Hauptproblem im Badezimmer: Kalk. Denn dort treffen viele glatte Oberflächen wie die von Plättli, Lavabo und Dusche auf viel Wasser. Bleibt es feucht, bilden sich schnell unschöne Flecken. Dem können Sie vorbeugen, indem Sie täglich nach Gebrauch die Armaturen abwischen und die Wände der Dusche abziehen. Dann hat auch Schimmel keine Chance. Dafür können Sie einfach ein altes Handtuch verwenden, das danach in die Wäsche wandert.

Sollte sich in der Duschtasse oder Badewanne doch einmal härterer Schmutz festgesetzt haben, können Sie bei der gründlicheren wöchentlichen Reinigung auf Hausmittel zurückgreifen. Eine Badewanne aus Kunststoff oder Acryl lässt sich schonend mit frischem Orangensaft wieder zum Glänzen bringen. Wannen aus Emaille reinigen Sie am besten mit einer Mischung aus Wasser und Soda, Backpulver oder Natron. So erhalten Sie eine sanfte Scheuermilch.

Verwenden Sie für das Putzen im Bad am besten Mikrofasertücher anstelle der zweifarbigen Putzschwämme. Diese können nämlich feine Kratzer verursachen – auf lange Sicht schaden Sie damit Ihren Armaturen. Wichtig ist auch, für Oberflächen und das WC unterschiedliche Lappen zu verwenden. Denn entgegen der weitläufigen Meinung verstecken sich die meisten Keime nicht in der Toilette selbst, sondern im Putzlappen.

Nahaufnahme von zwei Händen, die ein Waschbecken putzen. Eine Hand sprüht Reinigungsmittel auf, die andere wischt mit einem Mikrofasertuch.

Tücher aus Mikrofaser reinigen Oberflächen im Bad besonders schonend.

Wird der Lappen regelmässig getauscht und nur fürs WC benutzt, brauchen Sie keine aggressiven Putzmittel. Ein Allzweckreiniger oder Kalkreiniger genügt. Achten Sie aber darauf, alle rauen Stellen glatt zu putzen und vergessen Sie nicht, auch unter dem Rand zu reinigen. Dann können sich keine Keime festsetzen.

Und auch die Waschmaschine benötigt ab und zu ein Reinigungsprogramm. Gerade wenn Sie nur selten einen Kochwaschgang einschalten, können sich hier Bakterien ablagern, die für üble Gerüche sorgen. Schalten Sie daher einmal im Monat einen Leerwaschgang bei 95 Grad ein. Die Manschette der Waschmaschine können Sie mit etwas Wasser und Waschpulver säubern. Das Schubfach fürs Waschmittel können Sie herausnehmen und mit warmem Wasser abspülen. So sollte Ihre Wäsche stets wohlduftend und sauber aus der Maschine kommen.

Küche: verschiedene Flächen richtig säubern

In der Küche kommen viele unterschiedliche Oberflächen zusammen: Die Arbeitsplatte ist meist aus Kunststoff, Naturstein oder Holz und der Küchentisch aus Holz. Hinzu kommen Fliesen, das Kochfeld, das Spülbecken und das Innenleben von Kühlschrank und Backofen.

Für die tägliche Reinigung reicht es völlig aus, alle Flächen nach Gebrauch mit einem feuchten Tuch abzuwischen und Krümel aufzusammeln. Danach sollten Sie noch einmal mit einem trockenen Tuch nachwischen, um die Oberflächen zu schonen. Das ist oft schon in wenigen Minuten erledigt und Sie müssen seltener staubsaugen.

Besonders wenn man häufig kocht, bildet sich in der Küche gerne ein Fettfilm auf allen Oberflächen. Auf den Oberschränken kann man Zeitungspapier auslegen, das man regelmässig austauscht. Dann geht die Reinigung viel schneller. Auf Flächen, die sich im Sichtfeld befinden oder die sich nicht abdecken lassen, entfernt man den Fettfilm am besten mit etwas Öl oder Gallseife. Danach wischen Sie mit einem feuchten Tuch und etwas Spülmittel nach und trocknen die Flächen ab.

Auch Kühlschrank und Backofen wollen regelmässig ausgewischt werden. Wenn mal etwas ausläuft, ist es natürlich besser, dies sofort aufzuwischen. So können sich hartnäckige Verkrustungen gar nicht erst bilden. Hat sich im Backofen doch mal etwas eingebrannt, können Sie eine hitzebeständige Schale mit Wasser und einem Schuss Essig oder Zitronensaft füllen und diese im Ofen erhitzen. Die Verkrustungen sollten sich dann einfach lösen lassen.

Nahaufnahme zweier Hände, die die Tür eines Backofens putzen.

Wenn Sie Ihre Küche gründlich reinigen, sollten Sie auch den Backofen nicht vergessen.

Korridor: Schmutz und Dreck aussperren

Besonders viel Schmutz und Dreck kommt häufig von draussen – über den Korridor tragen Sie ihn in Ihre Wohnung. Hier ersparen Sie sich viel Arbeit, wenn Sie ihm direkt an der Haustür eine Abfuhr erteilen. Das klappt mit der richtigen Fussmatte – beispielsweise aus Kokosfasern – und einem Schuhabstreifer, der groben Dreck von den Schuhen bürstet. Nasse Schuhe lassen sich anschliessend zum Trocknen auf einem Schuhtablett parken, bis sie ins Schuhregal wandern.

In jedem Raum: Böden und Fenster richtig reinigen

In jeder Wohnung beziehungsweise in jedem Haus kommen unterschiedliche Bodenbeläge zum Einsatz. Auch diese wollen sauber gehalten werden. PVC, Fliesen und Laminat können Sie regelmässig mit Wasser und etwas Reinigungsmittel feucht wischen, andere Böden wie unversiegelte Holzdielen und Teppich sollten Sie nur kehren und saugen. Flecken im Teppich können Sie mit einem Teppichreiniger entfernen.

Damit Sie den Schmutz beim feuchten Wischen nicht nur hin- und herschieben, hilft Ihnen diese Technik: Immer zuerst entlang der Wände wischen. Anschliessend laufen Sie beim Wischen am besten rückwärts aus dem Zimmer und bewegen den Mopp oder Wischer in Form einer Acht.

Auf die richtige Technik kommt es auch bei streifenfreien Fenstern an. Hier empfiehlt es sich, die Fenster zuerst gründlich mit einem feuchten Tuch abzuwischen. In das Putzwasser können Sie einen Schuss Spülmittel geben, Glasreiniger benötigen Sie nicht unbedingt. Hinterher ziehen Sie die Fenster von oben nach unten mit einem Gummiabzieher ab und wischen am Rahmen mit einem Lappen nach.

Auch Ihre Storen sollten Sie zumindest einmal im Jahr reinigen. Oft genügt es, groben Staub und Dreck abzukehren. Hinterher können Sie mit einer milden Waschlauge (zum Beispiel aus Spülmittel oder Waschpulver) feucht nachwischen, um Flecken zu entfernen.

Fazit: jeden Tag ein bisschen

Wenn Sie jeden Tag ein bisschen aufräumen und putzen, fällt es Ihnen leichter, Ordnung zu schaffen und die Wohnung sauber zu halten. Gerade im Bad macht das Abtrocknen der Flächen im täglichen Gebrauch einen grossen Unterschied. Vielleicht fällt es Ihnen am Anfang ein wenig schwer, Ihren inneren Schweinehund zu überwinden. Nach einer gewissen Zeit haben Sie sich aber sicher daran gewöhnt und sparen so eine Menge Zeit.

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