Eine Holzterrasse vor einem Holzhaus mit Möbeln und Pflanzen.
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Bauen und Kaufen

Terrassenbau: Planung, Ausführung und Kosten

Thomas Bott

Sonnenschein, angenehme Temperaturen, endlich etwas freie Zeit: Der perfekte Moment, um an der frischen Luft zu grillieren und zu entspannen – und das am besten auf der eigenen Terrasse. Egal ob in Eigenregie oder vom Profi erledigt: Die Arbeiten dauern meist nicht lange und kosten nicht die Welt. Der Terrassenbau lohnt sich also. Welche Voraussetzungen es gibt, was es zu beachten gilt und wie der Bau vonstattengeht, erfahren Sie hier.

Terrasse bauen: die richtige Planung

Überprüfen Sie die rechtlichen Bestimmungen

Bevor Sie sich an die Planung einer Terrasse machen, sollten Sie die rechtlichen Bestimmungen Ihres Wohnkantons prüfen. Unter bestimmten Umständen ist eine Baubewilligung notwendig. Das ist vor allem dann der Fall, wenn Terrainveränderungen notwendig sind oder Sie eine Überdachung der Terrasse wünschen. In welchen Fällen eine Baubewilligung eingeholt werden muss, regelt das jeweilige kantonale Baugesetz. Wir raten dazu, im Zweifel stets das zuständige Bauamt beziehungsweise die Gemeinde zu kontaktieren.

Wählen Sie das passende Material

Die Wahl des Materials ist ein weiterer wichtiger Punkt. Holz ist sehr beliebt und ein einfach zu verarbeitender Rohstoff. Dielen sind in vielen Holzarten, Maserungen und Formen erhältlich. Zudem strahlt Holz eine gewisse Wärme aus, ohne sich zu stark aufzuheizen. Allerdings ist die Pflege aufwendig. Kümmern Sie sich nicht genug um die Holzterrasse, altert sie schnell oder kann sogar splittern. Bei Nässe neigt das Material zudem dazu, rutschig zu werden. Das gilt auch für Massivholz.

Eine gute Alternative könnte ein Holz-Plastik-Verbundstoff (Wood Polymer Composites, abgekürzt WPC) sein. Dieser ist in Form von Terrassendielen oder Fliesen erhältlich und bietet bei der Gestaltung der Terrasse somit noch mehr Möglichkeiten. Obwohl der Verbundstoff WPC natürlichem Holz im Look ziemlich ähnelt, ist er beständiger. Er kommt ohne aufwendige Pflege aus, splittert nicht und die Rutschgefahr ist geringer. Die Farben bleichen jedoch bei direkter Sonneneinstrahlung mit der Zeit aus.

Als letzte Option bleibt noch der Einsatz von Stein. Dabei haben Sie die Wahl zwischen Naturstein, Beton und Keramik. Natursteine gibt es als Platten und Fliesen, Beton individuell gegossen oder als Platten. Keramik wird meist in Form von Plättli verkauft. Alle drei Materialien sind sehr beständig, pflegeleicht und wetterfest. Sie eint jedoch ein Problem: Der Terrassenbau mit Stein ist aufwendig.

Eine überdachte Terrasse mit Blick in die Berge.

In welche Himmelsrichtung die Terrasse idealerweise ausgerichtet ist, ergibt sich in erster Linie aus dem Lauf der Sonne. Eine herrliche Aussicht kann allerdings auch ein Argument sein.

Ermitteln Sie die beste Ausrichtung

Die Wahl der Himmelsrichtung ist entscheidend für die Nutzbarkeit der Terrasse. Wer gerne bis spät abends in der Sonne sitzt, plant den Terrassenbau an der Südseite des Hauses, denn hier sind die meisten Sonnenstunden garantiert. Im Osten steht die Morgensonne – ideal, um den Tag zu beginnen. Im Westen sitzen Sie auch nach Feierabend noch schön lange im Tageslicht. Von einer Terrasse mit Ausrichtung zum Norden raten wir hingegen ab. Es sei denn, Sie mögen es gerne kühl – oder eine unschlagbare Aussicht spricht für diese Lösung.

Terrassenbau: Basis, Unterkonstruktion und Terrasse

Wichtig beim Bau der Terrasse ist eine ebene Basis für den Unterbau. Mit Schotter oder Sand lässt sich dieser relativ unkompliziert schaffen. Im Anschluss geht es mit der Unterkonstruktion weiter. Planen Sie eine Holz- oder WPC-Terrasse, dienen Betonplatten oder Pflastersteine als Auflagefläche. Darauf sitzen dann die Tragebalken, die in gleichem Abstand parallel zueinander liegen. Eine erste Diele in der Mitte der Terrasse, im rechten Winkel auf den Trägerbalken montiert, dient als Ausgangspunkt für die weiteren Dielen. Sind diese verlegt und verschraubt, folgen an den Rändern zusätzliche Dielen als Abschluss an den Seiten.

Etwas komplizierter als bei WPC- und Holzdielen ist die Gestaltung der Terrasse mit Stein. Hier sind meist Erdarbeiten notwendig, um ein Fundament schaffen zu können. Beton zu mischen, zu giessen und darauf Fliesen oder Platten zu legen, ist aufwendig. Hier lohnt sich die Beauftragung eines Profis in jedem Fall, denn der hat nicht nur die notwendige Expertise, sondern auch die passenden Gerätschaften.

Eine Steinterrasse vor einem Holzhaus. An einem Tisch mit Holzbänken sitzt eine Familie.

Ein Steinboden ist beständig und sieht hochwertig aus, doch das Verlegen sollten Profis übernehmen.

Planungs-Checkliste für den Terrassenbau:

  • Informationen über bauliche Bestimmungen einholen
  • Ausrichtung und Grösse bestimmen
  • Untergrund auf Festigkeit und Abschüssigkeit prüfen
  • Gegebenenfalls Baugesuch einreichen
  • Sich für ein Baumaterial entscheiden
  • Künftigen Ort der Terrasse abstecken
  • Sich für Handwerker oder Eigenbau entscheiden
  • Allenfalls Handwerker vergleichen und beauftragen

Kosten: So teuer ist der Bau einer Terrasse

Die Kosten für den Bau einer Terrasse hängen von verschiedenen Faktoren ab. Einer davon ist die Wahl des Materials. Beton oder günstige Holzarten aus heimischen Beständen, wie Douglasie, Kiefer oder Lärche, gibt es bereits ab rund 20 Franken pro Quadratmeter. Bei Naturstein, hochwertigem Holz (beispielsweise Garapa oder Teak) und WPC müssen Sie bereits mit 120 Franken pro Quadratmeter und mehr rechnen. Der Unterbau und die notwendigen Werkzeuge kommen noch hinzu. Beauftragen Sie einen Profi für die Arbeiten, fallen zusätzlich Stundensätze für die Anfahrt und die Arbeiten in Höhe von durchschnittlich je 80 Franken an.

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