Vor einem Bergpanorama stehen in einem Garten Spielgeräte wie Schaukel, Rutschbahn und Sandkasten.
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Bauen und Kaufen

Spielspass für die Kinder: Sandkasten planen und bauen

Arne Schätzle

Sandkuchen backen, Tunnel graben, Sandburgen bauen oder einfach nur ziellos mit Chesseli und Schüfeli sändelen – im Sandkasten im eigenen Garten sind Ihre Kinder jederzeit beschäftigt. Und auch für die Eltern ist so ein Sandkasten praktisch: Er ist mit wenigen Schritten erreichbar, so dass sie die Kleinen meist auch vom Haus aus im Blick haben. Was Sie beim Anlegen beachten müssen und wie Sie am besten vorgehen, verraten wir Ihnen in dieser Anleitung.

Wo ist der beste Standort für den Sandkasten im eigenen Garten?

Der Standort für den Sandkasten sollte diese vier Kriterien erfüllen:

  1. Der Sandkasten steht nicht in der prallen Sonne, sondern im Halbschatten. Falls diesen kein Baum spenden kann, eignet sich auch ein Sonnschirm oder ein Sonnensegel.
  2. Der Sandkasten ist vom Haus aus einzusehen. Ideal ist es, wenn Sie die Kinder direkt von dem Zimmer im Blick behalten können, in dem Sie sich tagsüber am häufigsten aufhalten.
  3. Der Sandkasten liegt nicht in der Nähe von dornigen Rosen, Ameisenstrassen oder Nadelbäumen.
  4. Der Sandkasten ist an diesem Standort später noch erweiterbar, zum Beispiel durch eine Schaukel oder eine Rutschbahn.
In einem Sandkasten sitzen drei Mädchen und spielen.

Im Sandkasten können sich Kinder meist stundenlang beschäftigen.

Wie bereite ich den Untergrund vor?

Um den Boden im Garten vorzubereiten, haben Sie verschiedene Möglichkeiten. Der wichtigste Tipp lautet: Setzen Sie den Sandkasten nicht direkt auf den Boden, denn dann bahnen sich Unkraut und Regenwürmer den Weg in den Sand. Oder Ihre Kinder buddeln bis zum Mutterboden und vermischen die dunkle Erde mit dem feinen weissen Spielsand.

Wir empfehlen, zunächst eine Grube auszuheben. Diese füllen Sie am besten mit Kies auf. Mit dieser Drainage wird der Spielsand auch nach stärkeren Regenfällen schnell wieder trocken und das Holz ist nicht unnötig lang der Bodenfeuchtigkeit ausgesetzt.

Dichten Sie anschliessend den Sandkasten zum Boden hin mit einer wasserdurchlässigen, atmungsaktiven Folie ab und befestigen Sie diese an den Seitenwänden.

Manche Sandkasten-Erbauer verzichten darauf, ein Loch zu graben, und verlegen stattdessen handelsübliche Fusswegplatten direkt auf dem Mutterboden. Vorteil: Auf diesen steht der Sandkasten sehr eben, das Wasser läuft über die Fusswegfugen ab. Wir favorisieren allerdings tatsächlich die natürlicher wirkende Variante mit der Grube.

Wie gross sollte der Sandkasten sein?

Grundsätzlich darf der Sandkasten in Ihrem Garten nicht zu klein sein, damit den Kindern ausreichend Spielfläche zur Verfügung steht. So reicht ein Sandkasten von 1 Meter x 1 Meter vielleicht noch für ein einzelnes Kleinkind. Kommt ein Geschwisterkind oder ein Besucherkind dazu, wird es schnell zu eng. Für fröhlichen Spielspass sollte es schon eine Grösse von etwa 2 Metern x 2 Metern Grundfläche sein. Ausserdem sollte der Sandkasten ungefähr 30 Zentimeter tief sein – sonst macht das Sändelen ja gar keinen Spass.

Welches Holz eignet sich für den Sandkasten?

Da der Sandkasten in Ihrem Garten länger halten soll, wählen Sie witterungsbeständiges Holz. Lärchenholz beispielsweise ist zwar teurer als Fichtenholz, aber deutlich haltbarer.

Douglasienholz ist robuster, aber auch teurer. Dafür splittert und harzt es nicht. Gehobeltes, splitterfreies Holz sollte für den Sandkasten die erste Wahl sein. Achten Sie auch beim Holzschutz für den Sandkasten auf Unbedenklichkeit.

Gibt es Alternativen zum Holzsandkasten? Statt Holz können Sie für den Rahmen beispielsweise auch Pflastersteine verwenden. Steine halten länger, sollten allerdings gemauert werden, damit sie stabil stehen und Ihre Kinder sich nicht verletzen.

Auf einer Wiese steht ein quadratischer Sandkasten aus Holz.

Quadratisch, praktisch, gut: Achten Sie beim Sandkasten aber auch auf die passende Grösse, in der Regel sollten er mindestens 2 Meter x 2 Meter aufweisen.

Welches Material benötige ich?

Sie können Ihren Sandkasten von einem Profi bauen lassen oder mit ein wenig Geschick den Bau selber in Angriff nehmen. Dazu müssen Sie kein DIY-Experte sein, denn das Prinzip des quadratischen Sandkastens ist einfach und leicht umzusetzen.

Sie benötigen folgendes Material:

  • 4 Kanthölzer als Eckpfeiler
  • 16 beziehungsweise 20 gehobelte Bretter (beispielsweise Douglasie) gleicher Länge für die 4 Seitenteile (4 x 3 beziehungsweise 4 x 4 Bretter) und 4 weitere Bretter gleicher Länge für die Umrandung als Sitzfläche
  • wasserdurchlässige, atmungsaktive Folie als Abdichtung am Boden
  • grobkörnigen Kies als Grundlage
  • Spielsand

Sie benötigen folgendes Werkzeug:

  • rostfreie Senkkopf-Holzschrauben (beispielsweise 4,0 x 120 mm)
  • elektrischer oder mechanischer Tacker
  • Holzbohrer: 5 mm
  • Akkubohrschrauber

Wie kann ich einen Sandkasten selber bauen?

  1. Markieren Sie zunächst den Bereich der Grundfläche für den Sandkasten: Setzen Sie vier kurze Pfähle und spannen Sie eine Schnur im Viereck. Entlang der Schnur stechen Sie die Kanten mit einem Spaten aus. Anschliessend graben Sie den gesamten Bereich circa 20 Zentimeter tief aus.
  2. Stellen Sie sicher, dass der Boden des Sandkastens eben ist. Entfernen Sie gegebenenfalls Wurzeln und Steine und füllen Sie nun die Grube mit grobkörnigem Kies auf. Ebnen Sie den Boden ein und legen Sie ihn mit der wasserdurchlässigen Folie aus. Später befestigen Sie diese an den Wänden des Sandkastens.
  3. Sägen Sie die Bretter für die Seitenwände sowie die Kanthölzer für die Eckpfähle auf die gewünschte Länge zu.
  4. Schlagen Sie die Kanthölzer an den Ecken in den Boden und verschrauben Sie die Bretter.
  5. Bei den vier Brettern für die Umrandung als Sitzfläche sägen Sie die Enden im 45°-Winkel ab, damit Sie auf Gehrung zusammenpassen. Verschrauben Sie die Umrandung mit der Oberseite der Eckpfähle.
Zwei Personen bauen einen Sandkasten aus Holz

Um einen einfachen, quadratischen Sandkasten selbst zu bauen, müssen Sie kein Profi-Handwerker sein. Vielleicht können Ihnen sogar die Kinder beim Bau zur Hand gehen.

Am besten besorgen Sie noch eine Plane als Abdeckung, mit der Sie den Sand vor Blättern, Tierkot und weiteren Fremdkörpern schützen können. Oder wie wäre es mit dieser Idee: Sie besorgen einige Bretter mehr und verschrauben diese zu einem robusten Deckel für den Sandkasten. Egal, wie Sie sich entscheiden, eine Abdeckung ist immer nützlich.

Der richtige Sand für den Sandkasten

Wenn Sie nun noch Spielsand besorgen, achten Sie darauf, dass sie formstabilen Sand kaufen. Damit der Sand formstabil bleibt, müssen die Körner eine Grösse von 0,06 bis 0,20 Millimeter haben. Andernfalls zerfallen Sandkuchen und Bauwerke schnell wieder und das Spielen im Sandkasten macht keinen Spass.

Um die benötigte Sandmenge für den Sandkasten zu berechnen, müssen Sie die Innenmasse des Sandkastens kennen und die gewünschte Füllhöhe definieren. Bei einem Mass von 2 Meter x 2 Meter ergibt das eine Grundfläche von 4 Quadratmetern. Um das Volumen zu berechnen, multiplizieren Sie den Wert nun noch mit der Füllhöhe des Kastens, beispielsweise 0,2 Meter, und erhalten das benötigte Volumen von 0,8 Kubikmeter.

Fazit: Ob vom Profi geliefert oder selber gebaut – Kinder lieben Sandkästen

Vielleicht haben wir Ihnen mit unserer einfachen Anleitung Lust auf ein DIY-Projekt gemacht? Vielleicht kommen Sie nach der Lektüre aber auch zum Schluss, dass Sie lieber einen Profi beauftragen. Ganz gleich, wie Sie sich entscheiden, Ihre Kinder werden auf jeden Fall grossen Spass mit ihrem eigenen Sandkasten haben.

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