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Sauna einrichten: der Weg zur eigenen Wellness-Oase

Torben Schröder

Was gibt es Schöneres, als den Tag in der eigenen Sauna ausklingen zu lassen – einfach entspannen und dem Körper im heissen Dampf etwas Gutes tun. Je nachdem, wo die Sauna sich befindet und wie viel Platz Sie in Ihrem Zuhause zur Verfügung haben, können Sie sich eine komplette Wellness-Oase schaffen. Ein erfrischendes Tauchbecken, ein gemütlicher Ruheraum, eine spezielle Beleuchtung, der richtige Ofen – wir geben Ihnen Tipps, wie Sie Ihre Heimsauna einrichten.

Blick in eine Saunalandschaft mit Saunakabine, Dusche und Vorraum.
© Getty Images/iStockphoto

In diesem Artikel

Die Saunalandschaft gestalten

Nachdem Ihre Sauna gebaut ist, geht es ans Design. Generell sollte dies ein Ort der Entspannung werden. Verfügen Sie über eine Sauna im Keller Ihres Hauses, haben Sie mehr Möglichkeiten als bei einer Sauna im Garten. Geschmack spielt natürlich immer eine Rolle – mit den folgenden Einrichtungstipps versuchen wir, Ihren persönlichen zu treffen.

Möglichkeiten zum Abkühlen

Um die vitalisierende Wirkung vollends auszuschöpfen, benötigt unser Körper nach dem Saunagang eine ebenso wirksame Abkühlung. Im Optimalfall haben Sie schon frühzeitig den Einbau eines Tauchbeckens berücksichtigt. Eine nachträgliche Installation erfordert erhebliche Baumassnahmen. Alternativ stellen Sie einen Badebottich auf, in den Sie nach dem Schwitzen komplett abtauchen.

Die einfachste Lösung ist natürlich, dass Sie unter die Dusche Ihres normalen Badezimmers gehen und sich mit kaltem Wasser erfrischen. Danach schlüpfen Sie am besten in einen kuscheligen Bademantel und spazieren ein wenig auf der Terrasse oder im Garten – eine extra Portion Sauerstoff tut dem Körper jetzt gut.

Der Ruheraum

Sie kennen das sicher vom Besuch im Fitnessstudio oder im Freizeitbad: Der Saunabereich ist nicht nur mit zahlreichen Saunakabinen ausgestattet, sondern mit ebenso vielen Orten zum Ruhen und Träumen. Je nachdem, über wie viel Platz Sie verfügen, ist es Ihnen möglich, einen ähnlichen Raum der Entspannung schaffen.

Bei der Einrichtung eines Ruheraums sollten Sie eine generelle Regel beachten: Weniger ist mehr. Die Umgebung sollte frei von unnötigen Gegenständen sein und zudem ein modernes, geradliniges und zurückhaltendes Design verfolgen. Auf bequemen Möbeln wie einem Sofa oder eine Liege regenerieren Sie schnell von den körperlichen Herausforderungen des zuvor erlebten Heiss-Kalt-Wechsels.

Ein Tipp: Sowohl zu Dekorationszwecken als auch zur Unterstützung des Erholungsvorgangs empfehlen wir grosse Grünpflanzen in Kübeln und ein Wasserspiel in Form eines kleinen Brunnens.

Die Wandgestaltung

Beim Design der Wände sollten Sie darauf achten, dass die Farben und Strukturen genau die Stimmung widerspiegeln, in der Sie nach dem Saunagang versetzt werden möchten. Weisse Tapete oder Fliesen wirken steril, grelle Farben und auffällige Muster störend. Entscheiden Sie sich zum Beispiel für eine Mischung aus Rot-, Orange- und Brauntönen sowie Applikationen und Accessoires aus Holz. Bringen Sie Regalböden an den Wänden an, auf denen Sie zusammengerollte Handtücher oder Duftschalen drapieren. Bilder mit naturbelassenen Motiven oder dezente Wandtattoos runden den hochwertigen Gesamteindruck im Raum ab.

Blick auf eine Saunakabine aus hellem Holz.

Die Wände und der Boden in einem Saunabereich sollten sowohl optisch passen als auch zweckmässig sein.

Der Bodenbelag

Entweder kommen Sie gerade durchgeschwitzt aus der Saunakabine oder völlig nass aus der Dusche beziehungsweise dem Tauchbad – so oder so ist im Saunabereich nicht jeder Bodenbelag geeignet. Er sollte folgende Voraussetzungen erfüllen:

  • wasserverträglich
  • einfach zu reinigen
  • hitzeunempfindlich
  • rutschfest
  • optisch ansprechend und passend zur restlichen Einrichtung
  • angenehm zu betreten

Den einen optimalen Bodenbelag für die Sauna gibt es bei so vielfältigen Ansprüchen nicht. Entscheiden Sie am besten nach Ihren Vorlieben. Stein und Keramik lassen Wasser besonders gut abperlen, PVC ist einfach zu reinigen, Holz ist optisch sehr ansprechend und Kork fühlt sich an den Füssen angenehm an.

Licht und Musik

Eine richtig eingesetzte Beleuchtung versetzt uns im Handumdrehen in unterschiedliche Stimmungen. Bunte Lichter euphorisieren, grelle Lampen erinnern an einen Operationssaal, schummriges Licht fühlt sich behaglich an. Und genau letzteren Gemütszustand sollten Sie mit der Beleuchtung in einer Sauna erzeugen. Eine gedimmte Leselampe bei den Liegen, sparsam eingesetzte LED-Spots in den Fussleisten oder Kerzen sorgen für die richtige Atmosphäre.

Über die Lautsprecher einer kleinen Stereoanlage erfüllen dazu die typisch ruhigen Töne den Raum, bei denen sich Ihr Körper wunderbar entspannt.

Der Saunaofen

Neben den typischen Utensilien wie einem Aufgusseimer, einer Schöpfkelle, einem Thermometer und einer Sanduhr ist der wichtigste Einrichtungsgegenstand in der Saunakabine selbst der Ofen. Sie haben dabei die Wahl zwischen zwei Betriebsmöglichkeiten, die wir Ihnen hier näher vorstellen.

Elektroofen

Sauna-Traditionalisten mag er ein Dorn im Auge sein, jedoch bringt er ganz offensichtliche Vorteile mit sich: der elektrisch betriebene Saunaofen. Per Knopfdruck werden Saunasteine erhitzt, die wiederum die Wärme an die Luft in der Kabine abgeben. Die gewünschte Temperatur ist innerhalb von ein paar Minuten erreicht – spontanes Saunieren ist also jederzeit möglich. Bei einem Elektroofen mit 400-Volt-Starkstromanschluss können mehr als 100 °C erreicht werden, bei einem Plug-and-Play-Gerät mit herkömmlichem 230-Volt-Hausanschluss immerhin bis zu 80 °C.

Vorteile

  • schnell betriebsbereit
  • Temperatur sehr genau regelbar
  • einfaches Handling
  • wenig Zubehör notwendig
  • produziert keine Rückstände
  • Zeitschaltung möglich

Nachteile

  • Stromanschluss notwendig
  • Betriebskosten erst mit Stromabrechnung sichtbar
  • Temperaturspanne bei Standardöfen begrenzt
Nahaufnahme eines Elektroofens in einer Saunakabine.

Funktioniert ohne das Verbrennen von Holz: Beim Elektroofen werden Steine erhitzt.

Holzofen

Bei diesem Gerät fühlen wir uns nach Finnland an einen See in einer sternenklaren Nacht versetzt. Durch die Ofenluke sehen wir lodernde Flammen, das Holz knistert, es riecht nach Lagerfeuer. Temperaturen jenseits der 100 °C – ob man es mag oder nicht – sind kein Problem. Die Vorteile sind aber auch gleichzeitig Nachteile. Denn bei offenem Feuer sind einige Bestimmungen zu erfüllen. Bei uns in der Schweiz muss der Hersteller für sein Gerät eine Zulassung der Vereinigung Kantonaler Feuerversicherungen (VKF) nachweisen – diese ist häufig auf den Webseiten einsehbar. Wenn er diese nicht hat, müssen Sie den Holzofen als wärmetechnische Anlage bei der zuständigen Behörde anmelden.

Vorteile

  • authentische Wärme
  • urchige Atmosphäre
  • Knistern der Holzscheite
  • sehr hohe Temperaturen möglich
  • kein Stromanschluss notwendig

Nachteile

  • Brandschutzbestimmungen zu beachten
  • extra Schornstein nötig
  • deutlicher Mehraufwand
  • Ressource Holz wird verbrannt und hinterlässt Asche
  • Temperatur nicht gut regulierbar
  • lange Aufwärmphase

Fazit: Wellness-Oase in den eigenen vier Wänden

Beim Saunagang ordentlich ins Schwitzen geraten, danach unter die eiskalte Dusche gehen und schliesslich gemütlich auf der Liege entspannen – und das Ganze in Ihrem eigenen Zuhause. Mit der passenden Einrichtung fühlen Sie sich in Ihrer Sauna wie in einem Fitnessstudio oder Erlebnisbad.

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