Mitten in einem modernen Bad ist eine Duschkabine aufgestellt, deren Seiten und Front aus Glas besteht. Die Rückseite ist gekachelt. Im Hintergrund ist ein bodentiefes Fenster mit Blick ins Grüne zu sehen.
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Ruheoasen: 8 Traumduschen mit Wow-Faktor

Ulrich Safferling

Duschen ist mehr als nur eine tägliche Wäsche. Ob als Muntermacher am Morgen oder Erholung am Abend, das sanft rieselnde Wasser ist Inspiration für den Geist und Wellness für den Körper. Die zentralen Elemente sind die Kabine, der Ablauf, die Armaturen und last but not least die Brause. Hier kommen acht Traumduschen mit Wow-Effekt, deren Elemente sich auch untereinander kombinieren lassen.

1. Walk-in-Dusche – einfach reingehen

Während Duschtassen früher zentimeterhohe Ränder aufwiesen, erlauben sogenannte Walk-in-Duschen heute den barrierefreien Einstieg: Die Bodenplättli im Bad werden einfach bis in den Duschbereich verlegt, eine Duschrinne im Boden sorgt für den Abfluss. Nachteil: Die Fugen sind reinigungsintensiv und die Plättli müssen mit Gefälle verlegt werden, damit das Wasser ablaufen kann. Alternativ gibt es moderne, flache Duschtassen, die sich im Boden versenken lassen oder minimal aufliegen. Sie sind einfach einzubauen, fugenlos, reinigungsfreundlich und abflussoptimiert. Und man spaziert einfach in sie hinein.

2. Dampfdusche – das Miniatur-Dampfbad

Eine Sauna ist eine feine Sache, denn Schwitzen ist gesund, entspannt und pflegt die Haut. Fehlt der Platz dafür ist eine Dampfdusche die richtige Alternative. Einerseits erfüllt die Duschkabine ihren Zweck. Andererseits lässt sie sich mit einem Dampfgenerator in wenigen Minuten zu einem Dampfbad aufheizen.

Tipp: Die Duschkabine oder der Duschraum sollte gross genug sein, um auch zu zweit mal ein Dampfbad geniessen zu können. Zusätzliche Sitze – wie zum Beispiel Bambushocker oder eine gemauerte Liegefläche – machen das Mini-Dampfbad perfekt.

3. Wellnessdusche – Massage im Alltag

Sogenannte Duschpaneele sind heutzutage die Alleskönner unter den Brausen. Wo sonst nur eine abnehmbare Brause an einer Stange hängt, wird ein Paneel an der Duschwand montiert, das mehrere Funktionen bündelt. So gibt es neben einer abnehmbaren Handbrause in der Regel eine fest integrierte Kopfbrause sowie mehrere Massagedüsen: Aus ihnen schiessen Wasserstrahlen, die gezielt gegen Muskelverspannungen wirken. Über die Armatur lässt sich regeln, wo, wie viel und mit welcher Stärke das Wasser austritt. Wasser von allen Seiten, mal sanft, mal hart – das ist wie eine Massage im Alltag.

Eine Hand im Duschstrahl, der Hintergrund ist dunkel.

Das Duschen am Morgen oder am Abend reinigt nicht nur den Körper – es macht auch den Kopf frei.

4. Runddusche – Raumschiff im Rampenlicht

Die Bad-Architektur bestimmt die Planung der Duschkabine. Diese wurde früher oft einfach in die dunkelste Ecke verlegt, wo sie wenig störte. Doch der Trend geht zu grosszügigen, gläsernen Duschbädern, in denen man sich nicht beengt fühlt und Tageslicht hat. Das schafft der Installateur mit gläsernen Viertelduschen als Ecklösung oder Halbduschen, die halbkreisförmig an einer Wand montiert sind. Das Nonplusultra sind Rundduschen, die frei im Raum stehen. Da wird die Dusche zum Hingucker und wirkt fast wie eine Überlebenskapsel aus einem Science-Fiction-Film. Das sorgt für eine uneingeschränkte Rundumsicht.

5. Erlebnisdusche – wie unter freiem Himmel

Ein Schauer im Regenwald oder eine Dusche unterm Wasserfall – das ist besonders eindrücklich, erlebt man aber nicht alle Tage, oder doch? Sogenannte Erlebnisduschen können Regenschauer, Sprühnebel oder einen Gletschersturzbach simulieren. Der Trick liegt in cleveren Brause- und Duschköpfen. Dabei handelt es sich nicht um herkömmliche Brausen, sondern um fest installierte Armaturen, ähnlich wie solche in Wellness- und Thermalbädern. Und so plätschert dann Regen sanft herab oder ein harter Strahl massiert Kopf und Nacken.

Tipp: Wer dazu die passende Musik im Bad hört und die Augen schliesst, hat fast den Eindruck, er dusche unter freiem Himmel in der Natur.

6. Schwarze Dusche – zeitlos und elegant

Neben der Kabine und der Brause macht die Farbkombination ein Duschbad erst attraktiv. Unauffällig, aber wenig spannend ist weiss. Das genaue Gegenteil ist seit den 1960er-Jahren nie ganz verschwunden und derzeit wieder im Trend: Schwarze Armaturen – vor allem mattiert – sind zeitlos und erinnern an Industriedesign. Schwarz kontrastiert stark zu hellen Plättli, wirkt zeitlos und stilvoll. Ausserdem nimmt sich Schwarz zurück und lässt Raum für Holzelemente und Grünpflanzen.

Allerdings: Das Bad braucht viel Licht, damit die schwarzen Elemente daraus keine Höhle machen – grosse Fenster, Lampen und Lichtspots sind ein Muss.

In einem hellen Bad ist die Dusche an der Wand nur mit einer kurzen Glaswand abgegrenzt; vor der Dusche sind ein schwarzer Waschbeckenunterschrank, ein Spiegel, Lampen und eine Pflanze zu sehen.

Ein Schwarz-Weiss-Kontrast lässt das Bad edel aussehen – die Zimmerpflanze lockert das Gesamtbild auf.

7. Farb-/Lichtdusche – Entspannung über die Augen

Die positive Wirkung von Licht ist seit der Antike bekannt. Sie funktioniert ganz einfach über unsere Augen. Mit LED-Technik oder Halogen-Lampen in der Decke, beziehungsweise in den Duschköpfen, wird das Bad zur Licht-Oase. In der Regel lassen sich verschiedene Farben einstellen und vorwählen. Das reicht von der Intensität zwar nicht für eine echte Lichttherapie. Aber eine Dusche, getaucht in ein Licht aus Dschungelgrün oder Atlantikblau, sorgt in jedem Fall für gute Laune, wenn draussen der Tag grau beginnt.

Ganz neuer Trend: Duschen lassen sich mit Infrarotlicht ausstatten und dienen so auch als Infrarotkabine zur Wärmebehandlung. Die Kombination aus Licht und Infrarot ist besonders entspannend.

8. Natursteindusche – Luxus für die Ewigkeit

Plättli gibt es in allen Formen und Farben. Aber erst mit Naturstein bekommt eine Dusche das ultimative Luxus-Ambiente. Grosszügige Steinplatten vermitteln die stilvolle Eleganz eines römischen Dampfbads. Erst recht, wenn sie nicht einfach quadratisch oder rechteckig geschnitten sind, sondern zum Beispiel hexagonale Muster aufweisen und so die geraden Fugen durchbrechen. Dazu passen Chrom, Glas und Holz für Trennwände und Ablagen. Vor allem Marmor bietet durch seine Färbung von Weiss über Creme bis Schwarz viele Möglichkeiten. Auch Schiefer eignet sich gut und wirkt wegen seiner ungleichmässigen Oberfläche sehr natürlich, fast wie in einer Grotte. So oder so – eine Dusche für die Ewigkeit.

Fazit: Freuen Sie sich jeden Tag auf Ihr Duscherlebnis

Keine Dusche ist wie die andere, fast alles lässt sich kombinieren. So lässt sich ein normales Duschbad mit dem Austausch der Armatur einfach zur Erlebnis- oder Wellnessdusche umrüsten. Und wer sein Bad komplett saniert, kann sein Duschbad sogar grundlegend neu gestalten. Denn egal ob der Tag mit einer Dusche beginnt oder endet – Duschen gehört zu unserem Leben. Machen Sie für sich jeden Tag ein Erlebnis draus!

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