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Parkett verlegen: selber machen oder verlegen lassen?

Arne Schätzle

Ein schöner Holzboden wirkt elegant und sorgt für eine wohlig-warme Atmosphäre. Wer handwerklich geschickt ist, kann sein Parkett sogar selbst verlegen, statt den Profi zu beauftragen. Es ist gar nicht so schwierig, wie man denkt. Wir verraten Ihnen, worauf Sie achten müssen.

Ein Mann kniet vor einem halb verlegten Parkett-Boden, er hält einen Hammer in der einen und einen Nagel in der anderen Hand. Im Hintergrund ist eine Glastür zu sehen.
© Getty Images/iStockphoto

In diesem Artikel

Parkett verlegen: Fertigparkett oder Massivparkett

Egal ob Sie Parkett selbst verlegen oder einen Profi beauftragen: Zunächst einmal müssen Sie entscheiden, ob Sie Fertigparkett oder Massivparkett verlegen wollen.

Massivparkett

Massivparkett besteht aus einzelnen, massiven Holzstücken, sogenannten Holzstäben, die eine Diele bilden. Die Stäbe können Sie auch verschieden anordnen, beispielsweise in dem beliebten Fischgrätmuster. Ab Werk ist das Parkett unbehandelt und erst nach dem Verlegen schleifen, bürsten und versiegeln Sie es. Massivparkett ist an der Unterseite mit Nut und Feder versehen.

Massives Parkett ist teurer, aber auch haltbarer. Während bei Fertigparkett oft schon nach dem zweiten Abschleifen die Trägerschicht zutage tritt, können Sie massives Parkett durch Abschleifen und Versiegeln öfter restaurieren. Ein stabiles Massivparkett mit einer Nutzschicht von 22 Millimetern können Sie bis zu achtmal abschleifen.

Massives Parkett ist stärker und beansprucht somit mehr Aufbauhöhe als Fertigparkett. Unter der Aufbauhöhe versteht man die Stärke des gesamten Fussbodens ab dem Untergrund. Meist sind dies alle Lagen wie die aufliegende Fussbodenheizung, Dampfbremse, Trittschalldämmung oder Wärmedämmplatten bis zum eigentlichen Bodenbelag.

Die Aufbauhöhe des Fussbodens hat auch Auswirkungen auf die Türen und Zargen, die Sie gegebenenfalls der Höhe anpassen müssen. Beim Übergang von einem Raum zum anderen können bei unterschiedlicher Aufbauhöhe zudem Stolperfallen in Form von Absätzen entstehen, ebenso beim Übergang zu einer Treppe.

Fertigparkett

Beim Fertigparkett sind einzelne Stäbe bereits zu fertigen Planken zusammengefasst. Fertigparkett besteht aus mehreren Holzschichten, daher wird es auch Schichtparkett genannt. Nur die oberste Schicht, die sogenannte Nutzschicht, besteht aus Edelholz. Darunter liegen als Trägermaterial ein bis zwei Schichten aus sogenannter Hochdichter Faserplatte (HDF) oder auch Nadelholzstäbchen, zum Beispiel aus Fichtenholz.

Die Trägerschicht wiederum ist mit dem sogenannten Gegenzug oder Rückzugsfurnier verleimt. Diese dritte Schicht des Parketts dient der Stabilisierung. Fertigparkett wird vom Hersteller bereits ab Werk komplett geschliffen und versiegelt ausgeliefert. Fertigparkettelemente sind grundsätzlich in verschiedenen Formen und Grössen erhältlich.

Fertige Parkettbodenelemente werden auch als Klickparkett bezeichnet. Die ursprüngliche Nut und Feder ist beim Klickparkett mit einem zusätzlichen Profillauf versehen, die das «Einrasten» der Verbindung ermöglicht. So können auch Heimwerkerinnen und Heimwerker mit ein wenig Übung Nut und Feder recht einfach zusammenschieben und das Parkett selbst verlegen.

Zwei Hände halten ein Parkettboden-Element, das sie per Nut-und-Feder-Verbindung mit einem zweiten Element verbinden.

Fertigparkett oder Klick-Parkett ist bereits geschliffen und versiegelt – und lässt sich dank Nut-und-Feder-Verbindung leicht zusammenstecken.

Parkett verlegen: verkleben oder schwimmend verlegen?

Sie können Ihren Parkettboden schwimmend verlegen, ihn also nicht verkleben, oder Sie können ihn vollflächig verkleben. Ein Massivholzparkett wird in der Regel verklebt, während Sie Fertigparkett schwimmend verlegen.

Parkett verkleben

Das vollflächige Verkleben von Parkett ist eine komplizierte und mühselige Massarbeit. Für Ungeübte ist die Technik deshalb meist eine grosse Herausforderung. Bevor Sie mit der eigentlichen Arbeit beginnen, müssen Sie prüfen, ob der Unterboden für diese Verlegung geeignet ist.

Der Untergrund muss unbedingt eben sowie frei von Restfeuchte und Schmutzpartikeln sein. Darüber hinaus müssen Sie ihn in der Regel grundieren. Bei einer klebenden Verlegung von Parkett ist zusätzlich ein Voranstrich mit Dispersionsgrundierung empfehlenswert. Risse füllen Sie am besten mit Flüssigharz auf.

Sind nach dem Verlegen in der Fläche leichte Unebenheiten zwischen den einzelnen Stäben erkennbar, müssen Sie diese durch Abschleifen angleichen. Vor dem Begehen müssen Sie ausserdem eine Versiegelung aus Lack oder Öl auftragen.

Wenn Sie Massivparkett verkleben, entstehen aufgrund der vollflächigen Verlegweise so gut wie keine Hohlräume unter dem Holz und Sie profitieren so von einer hervorragenden Trittschalldämmung.

Eine Hand klebt Massivholz-Parkett auf einem Boden, im Vordergrund sind weitere Parkettelemente zu sehen.

Massivparkett verkleben Sie komplett mit dem Unterboden. Dafür muss dieser aber einige Kriterien erfüllen.

Parkett schwimmend verlegen

Als Alternative zum Verkleben hat sich die schwimmende Verlegweise etabliert. Sie kommt ohne Klebstoffe aus und lässt sich mit Fertigparkett-Klicksystemen auch für Anfänger leicht umsetzen. Daneben gibt es auch Massivholzparkett zur schwimmenden Verlegung.

Allerdings ist bei der schwimmenden Verlegung eine Trittschalldämmung erforderlich. Der Grund dafür: Zwischen Untergrund und Parkettboden entsteht eine dünne Luftschicht, wodurch der Boden beim Begehen leicht federt und sich der Trittschall verstärkt.

Ob Klicksystem oder Nut-Feder-Verbindung – alle Varianten können Sie auch verkleben. Verwendet werden dazu hochwertige Elastikklebstoffe. Diese bleiben im Vergleich zu Klebstoffen der älteren Generation dauerelastisch und versprechen eine dauerhafte Verbindung zum Untergrund.

Folgende Tabelle zeigt, bei welchen Böden welche Art der Verlegung auf welchem Untergrund möglich ist:

  • Schwimmende Verlegung
  • Vollflächig verklebt
  • Verschrauben, vernageln
  • Fertigparkett
  • Estrich, Trockenestrich, Fliesen, PVC, Linoleum, Holz- oder Spanplatten
  • Estrich, Trockenestrich, Fliesen, Holz- oder Spanplatten
  • Nicht geeignet
  • Massivholzparkett 10 mm (Klick)
  • Estrich, Trockenestrich, Fliesen, PVC, Linoleum, Holz- oder Spanplatten
  • Estrich, Trockenestrich, Fliesen, Holz- oder Spanplatten
  • Nicht geeignet
  • Massivholzparkett 20/21 mm
  • Nicht geeignet
  • Estrich, Trockenestrich (nur Streifenverklebung), Fliesen, Holz- oder Spanplatten
  • Balkenlage, Holz- oder Spanplatten

Das kostet das Verlegen von Parkett

Für eine seriöse, aussagekräftige Kalkulation benötigen Sie sowohl die Materialkosten wie auch die Kosten für eine eventuelle Fachfirma, die das Parkett verlegt – falls Sie den Boden nicht selbst verlegen wollen.

Materialkosten

Die Kosten hängen wesentlich von der Qualität des gewählten Parketts ab. Das Angebot ist gross und reicht vom Markenhersteller bis hin zu günstigen Produkten aus dem Baumarkt. Ein akzeptables günstiges Fertigparkett erhalten Sie bereits zu Preisen von rund 40 Franken pro Quadratmeter, für Massivholz müssen Sie mindestens das Doppelte ausgeben. Im Durchschnitt kostet ein Quadratmeter Parkett rund 60 bis 100 Franken.

  • Kategorie:
  • Sehr günstig
  • Günstig
  • Durchschnitt
  • Teuer
  • High-End
  • Preis pro m²
  • ab 15 Franken
  • 40–60 Franken
  • 60–100 Franken
  • 100–150 Franken
  • 150+ Franken
  • Lebensdauer
  • ca. 10–20 Jahre
  • ca. 20–30 Jahre
  • ca. 30–40 Jahre
  • ca. 40–60 Jahre
  • ca. 60–200 Jahre

Günstiges und sehr günstiges Parkett ist wahrscheinlich aus minderwertigem Holz hergestellt und nur mit einer dünnen Lack- oder Ölschicht versehen. Oft ist aufgrund schlechter Verarbeitung und dünnen Nutzschichten eine Lebensdauer von lediglich 10 bis 30 Jahren zu erwarten. Diese Produkte sind somit nur kurzfristig betrachtet günstiger.

In der Regel gilt: Je teurer ein Parkett ist, desto länger hält es auch. Wählen Sie daher höherwertiges Material und orientieren Sie sich preislich mindestens am oberen Durchschnitt der Preisskala. Am obersten Ende der Skala finden sich High-End-Holzböden, bestehend aus sehr edlen Hölzern, von Hand gefertigt oder mit sehr teurer Maschinerie produziert. Dieses sehr hochwertige Holz kann tatsächlich bis zu 200 Jahre halten.

Eine Frau verlegt Klick-Parkett, vor ihr liegen weitere Parkett-Elemente, Hammer, Winkel und ein Massband.

Wer selbst verlegt, der spart Geld. Mit Klick-Parkett können Sie sich selbst an die Arbeit machen.

Entscheidend für die Lebensdauer – und den Preis: die Nutzschicht

Der Preis Ihres Parketts orientiert sich wesentlich an der Dicke der Nutzschicht – also der Schicht, die tatsächlich aus Massivholz besteht. Grundsätzlich gilt: Je dicker die Nutzschicht, desto hochwertiger ist der Boden und desto länger ist seine Lebensdauer.

Denn je stärker die Nutzschicht, desto öfter können Sie den Boden schleifen lassen und desto länger hält er. Pro Schleifgang werden rund 0,3 bis 0,5 Millimeter Holz abgetragen. Wie oft nun der Boden geschliffen werden muss, hängt davon ab, wie stark Sie ihn beanspruchen und wie Sie Ihren Parkettboden reinigen und pflegen.

Massivparkett gibt es in unterschiedlichen Stärken zwischen 8 und 23 Millimeter. Geht man davon aus, dass Parkett aufgrund von Abnutzung und Beschädigungen ungefähr alle zehn bis 15 Jahre renovierungsbedürftig ist, ergibt sich bei Massivparkett eine Lebensdauer zwischen mehreren Jahrzehnten und weit über 100 Jahren.

Fertigparkett aus drei Schichten und einer Nutzschicht zwischen drei und acht Millimeter können Sie zwei- bis viermal abschleifen, Fertigparkett mit zwei Schichten und drei bis sechs Millimetern Nutzschicht zwei- bis dreimal.

Arbeitskosten

Zu den Materialkosten kommen die Arbeitskosten für das Verlegen des Parketts durch einen Profi und bei Bedarf auch das Verlegen von Trittschall. Ausserdem gehören Fussleisten und weitere Anschlüsse zur Arbeit dazu. In der folgenden Tabelle haben wir die Kosten für diese Arbeiten pro Quadratmeter zusammengestellt. Bei allen Angaben handelt es sich um Richtwerte.

  • Leistung
  • Einheit
  • Kosten von
  • Kosten bis
  • Trittschall verlegen
  • Quadratmeter
  • 5 Franken
  • 15 Franken
  • Parkettdielen verlegen
  • Quadratmeter
  • 50 Franken
  • 95 Franken
  • Fussleisten und sonstige Abschlüsse
  • Laufmeter
  • 6 Franken
  • 10 Franken
  • Total
  • 61 Franken
  • 120 Franken

Parkett selbst verlegen – so geht’s

Übernimmt die Fachfirma, ist das Ergebnis meist zuverlässig professionell und die Arbeit geht in der Regel auch schnell vonstatten. Wenn Sie hingegen selbst verlegen, sparen Sie nicht nur Kosten. Falls Handwerken Ihr Hobby ist, finden Sie sicherlich auch Freude an diesem Projekt. Im Folgenden haben wir alle wichtigen Schritte beim Verlegen von Parkett aufgeführt.

Schritt 1: Untergrund und Parkett vorbereiten

Bevor Sie mit dem Verlegen beginnen, vergewissern Sie sich, dass der Boden trocken, sauber und eben ist. Unebenheiten grösser als drei Millimeter pro Meter müssen Sie ausgleichen, zum Beispiel mit einer Fliessspachtelmasse. Auch sollte sich das Parkettholz zunächst zwei Tage an die Raumtemperatur gewöhnt haben. Lagern Sie es deshalb am besten dort, wo Sie es verlegen möchten.

Schritt 2: Dampfbremse verlegen

Auf dem Untergrund liegen üblicherweise drei Schichten: Estrich, Folie und Trittschalldämmung. Eine PE-Folie (Polyethylenfolie) als Dampfbremse sollten Sie verwenden, wenn der Parkettboden auf Estrich oder anderen mineralischen Untergründen verlegt werden soll. Die Folie schützt das Parkett vor Feuchte von unten.

Dazu wird die Folie im ganzen Raum ausgelegt – und zwar so, dass sich die einzelnen Bahnen zehn Zentimeter überlappen und zwei bis fünf Zentimeter an den Wänden hochstehen. Die Stösse sollten Sie mit Alu-Dichtband dampfdicht verkleben.

Schritt 3: Trittschalldämmung aufbringen

Die Trittschalldämmung kann aus flexiblen Holzfaserplatten, Matten aus Kork, Schaumstoff oder Rippenkarton bestehen und minimiert Gehgeräusche. Wenn Sie Ihr Parkett auf alten Holzdielen verlegen, schrauben Sie diese gut fest und verlegen Sie Ihr Klickparkett schwimmend auf der Dämmung.

Zwei Hände verlegen Klick-Parkett auf einer Trittschalldämmung aus Schaumstoff.

Die Dampfbremse schützt den Boden, die Trittschalldämmung die Nerven derjenigen, die sich im unteren Stockwerk aufhalten.

Schritt 4: die erste Reihe Parkett legen

Beginnen Sie, indem Sie zuerst an jenen Dielen, die in der ersten Reihe liegen sollen, die Längsfeder absägen. Nun passen Sie die Dielen der ersten Reihe mittels Hobel und Säge grob an die Wand an. Bevor Sie beginnen, vergewissern Sie sich, dass Ihre Wände rechtwinklig zum Boden stehen.

Sollte dies nicht der Fall sein, zeichnen Sie auf der Diele das nötige Breitenmass ein und schneiden anschliessend entlang der Markierung die Diele ab. Setzen Sie zudem an der Stirn- und Längsseite etwa zehn bis 15 Millimeter dicke Abstandskeile zwischen Dielen und Wand. So verbessern Sie den Schallschutz und erhalten eine Dehnungsfuge. Diese benötigt das Holz, um arbeiten zu können.

Die nächste Diele legen Sie an die freie Stirnseite und klopfen sie leicht mit Hammer und Schlagholz fest. Einige Parkettarten verbinden Sie durch Einhängen miteinander. Hier können Sie auf das Festklopfen beziehungsweise Fixieren verzichten. Andere Arten wiederum werden durch Leim zusammengehalten. Bei geleimten Dielen ist es wichtig, den überschüssigen Leim sofort zu entfernen, da Rückstände unschöne Flecken auf dem Holz hinterlassen können.

Das Endstück der Reihe passen Sie in der Länge an. Drehen Sie dafür die Diele in Längsrichtung um, damit Sie diese an der vorherigen Diele mit Nut und Feder befestigen können. Jetzt schieben Sie die Parkettdiele, inklusive Abstandskeilen, an die Wand und zeichnen mit Winkel und Bleistift die Länge auf.

Kürzen, beziehungsweise zusägen, sollten Sie die Diele nur von der unteren Seite. Die Gefahr, die Oberseite zu zerkratzen oder anderweitig zu beschädigen, ist so geringer. Jetzt können Sie die abgesägte Kante noch etwas abschmirgeln. Die nächste Reihe beginnen Sie dann mit dem Reststück der vorherigen Diele. So entsteht ein Versatz und das Bild ist etwas aufgelockert.

Schritt 5: Kopfkante verriegeln

Kopfkante nennt man die kurze Seite einer Parkettdiele, die an der jeweils vorherigen eingeklickt wird. Die Verriegelung der Kopfkanten ist hörbar und auch fühlbar. Wenn es beim Verlegen geklickt hat, dann schieben Sie die neue Diele vorsichtig über die zuletzt gelegte, rücken diese ganz dicht aneinander und verklicken die kurzen Kopfseiten.

Schritt 6: die zweite Reihe legen

Die zweite Reihe Parkettdielen klicken Sie längs in die erste ein. Am besten funktioniert das in einem Winkel von 25 Grad. Durch kräftigen Druck auf Nut und Feder rasten die verschiedenen Elemente bei fast jedem System ein. Falls Druck allein nicht ausreichen sollte, helfen Sie mit einem Schreinerhammer nach. Die Dielenkante schützen Sie dabei durch ein sogenanntes Beiholz, ein Stück Restholz, das beim Einschlagen zwischen Hammer und Parkett liegt.

Schritt 7: Endreihe einpassen

Legen Sie die Parkettbretter deckungsgleich auf die letzte Dielenreihe. Mit einem Reststück fahren Sie an der Wand entlang und übertragen dabei den Wandverlauf mit einem Bleistift. Den Wandabstand müssen Sie noch abziehen. Alternativ leisten eine Konturenlehre oder eine Nadelschablone Hilfestellung. Sie vereinfachen das Abtasten und Übertragen von Schnittverläufen. Schneiden Sie abschliessend die Diele mit der Tischkreissäge oder Stichsäge entsprechend zu.

Ein Handwerker sägt mit einer Stichsäge eine Parkettdiele zurecht.

Im Bereich von Türrahmen oder Heizungsrohren sägen Sie das Parkett am besten mit Fuchsschwanz, Fein-, oder Stichsäge zurecht.

Schritt 8: Problemstellen Türrahmen und Heizungsrohre meistern

Um das Parkett im Türbereich zu verlegen, müssen Sie die Holzzargen mit einer Feinsäge oder einem Fuchsschwanz so weit kürzen, dass das Parkett darunter passt. Bei Zargen aus Metall muss das Parkett entsprechend zugesägt werden.

Bei den Heizungsrohren markieren Sie die Position des Rohres auf dem Verlegeelement. Auch hier leistet eine Konturenlehre gute Dienste. Bohren Sie die markierten Stellen ca. 30 Millimeter grösser als den Rohrdurchmesser aus. Sägen Sie anschliessend ein V-förmiges Einpassstück im Winkel von 45 Grad aus. Das ausgeschnittene Stück mit Holzleim versehen und wieder hinter dem Heizungsrohr anbringen. Die Aussparungen können Sie mit Heizkörperrosetten verkleiden.

Schritt 9: Pflegehinweis

Nach Abschluss des Verlegens spielt Ihr Fertigparkett einen seiner grossen Vorteile aus: Sie müssen es weder schleifen noch ölen – wie es bei Massivholzparkett der Fall ist –, sondern können es sofort begehen. Gehen Sie aber sorgfältig mit Ihrem neuen Boden um, er wird es Ihnen danken. Ob Fertigparkett oder Massivholzparkett: Scharfe Putzmittel sind tabu. Wichtig bei der Pflege ist vor allem, dass man den Parkettboden nicht zu feucht reinigt, damit das Holz nicht aufquillt. Reinigen Sie möglichst oft trocken mit einem Baumwollmopp oder einem Staubsauger. Wischen Sie nur mit nebelfeuchten Tüchern, dann haben Sie lange Freude an Ihrem Boden.

Fazit: viel Wissen erforderlich

Ob Sie Ihr Parkett nun selber verlegen oder verlegen lassen, hängt sicherlich nicht nur von den Kosten ab. Ein professionell verlegtes Parkett wird Ihnen lange Freude machen, ebenso wie Sie sich über eine fehlerhaft ausgeführte Arbeit regelmässig ärgern werden. Allein aus diesem Grund will gut überlegt sein, ob Sie über ausreichend Know-how verfügen, um die Arbeiten selber auszuführen. Ein Massivholzparkett aus einzelnen Holzstäben ist sicherlich beim Profi in den besten Händen. Wenn Sie selbst verlegen wollen, kommt wahrscheinlich nur Fertigparkett im Klicksystem in Frage.

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