Ein Doppelbett mit zwei Kissen und einer grossen Decke. Auf dem Bett steht eine Vase mit Gräsern.
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Einrichten

Nachhaltig und voll im Trend: natürliche Materialien im Schlafzimmer

Susanne Loacker

Natürlichkeit ist aus gutem Grund trendy: Pflanzliche und tierische Materialien haben seit Jahrtausenden das Gütesiegel der Natur. Dazu gehören Holz für Betten, Kautschuk für Matratzen, Bambus für Duvets und Schurwolle für Matratzenauflagen. Lassen Sie sich von unseren Tipps inspirieren.

Massivholzbett: metallfreie Zone

Die Massivholzbetten von Team7 sind metallfrei und wirken sehr filigran. Dank traditionellen Holzverbindungen sind sie aber sehr stabil. «Lunetto» zum Beispiel ist wahlweise mit einem Betthaupt aus Holz oder Leder und in verschiedenen Holzarten erhältlich. Dazu passt ein ebenfalls metallfreier Lättlirost in Bio-Qualität.

Ein einfaches Holzbett in einem Schlafzimmer.

Holzbetten komplett ohne Metall sind nicht nur natürlich, sondern sehen auch noch gut aus. Sogar den Lättlirost gibt es komplett aus nachhaltigem Holz.

Matratze: Naturprodukt vom Schlafpsychologen

Zu so viel Holz passt eine ebenfalls natürliche Matratze. Die von Samina, einer Vorarlberger Firma mit neun Niederlassungen in der Schweiz, besteht aus 100 Prozent Naturkautschuk. Der Firmengründer von Samina war übrigens Schlafpsychologe, bevor er seine Firma gründete. Das Plus der Matratze, neben Natürlichkeit und Nachhaltigkeit: sehr hohe Punktflexibilität. Der Körper wird also genau dort gestützt, wo es nötig ist. Erhältlich ab zirka 630 Franken.

Auflage: Schurwolle aus der Schweiz

Auf die Matratze kommt eine Auflage aus Schurwolle – vor allem für Menschen, die es nachts gerne wohlig warm haben. Bei Alpur werden die Auflagen in der Schweiz hergestellt, selbstverständlich aus Schweizer Schurwolle. Die Füllung der Auflage besteht aus Schafwolle, aussen ist sie wahlweise ebenfalls aus Wolle oder aus Baumwolle gefertigt. Erhältlich ab zirka 115 Franken.

Mehrere Kissen auf deinem Holzbett. Darunter eine Auflage mit einfachem Streifenmuster.

Eine natürliche Auflage für die Matratze sorgt für ein kuscheliges Gefühl – ganz ohne künstliche Stoffe.

Duvet 1: Füllmenge nach Wunsch

Zum Zudecken braucht es natürlich ein Daunenduvet, zum Beispiel von der Fischer Bettwarenfabrik in Wädenswil, die wir alleine schon für ihren Kult-Werbespot lieben.

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Die Bettwarenfabrik verkauft direkt ab Fabrik. Die Kunden können dabei sein, wenn ihr Kissen oder ihr Duvet gefüllt wird. So können sie die Füllmenge gleich selbst bestimmen. Der Patron verspricht, dass die Federn, die in seiner Fabrik verarbeitet werden, nicht von lebend gerupften Tieren stammen. Ein Daunenduvet für den Sommer gibt es ab 170 Franken, die dickeren für den Winter kosten mehr. Fischer stellt übrigens nicht nur Bettwaren her, sondern reinigt Ihre Kissen und Duvets auch.

Duvet 2: Zudecken mit Kamelhaar

Aus Kamelhaar werden ganz besondere Duvets hergestellt. Sie sind leichter als Duvets aus Schurwolle und können bis zu 30 Prozent ihres Eigengewichts an Wasser aufnehmen – die Fachwelt nennt das «hydrophil». Für Kamelhaar schert man die Tiere übrigens nicht, sondern sammelt das Haar ein, das ihnen von selber ausfällt. Da Kamele in der Wüste extreme Temperaturschwankungen aushalten müssen, kühlen Kamelhaardecken im Sommer und wärmen im Winter.

Eine Frau liegt eingewickelt in eine Decke auf dem Bett.

Im Sommer wird es unter dem Duvet schnell zu warm. Kamelhaar sorgt für eine bessere Luftzirkulation und ist somit auch bei hohen Temperaturen angenehm.

Duvet 3: Bambus im Bett

Für Allergiker und Veganer gleichermassen geeignet ist die bei 60 Grad waschbare Decke aus Bambus und Baumwollsatin von Hüsler Nest. Die Bambusfasern werden aus der Wurzel der Pflanze hergestellt. Bambus ist extrem pflegeleicht, weil seine Fasern in der Textilindustrie zu einem Endlosfaden versponnen werden. Damit besitzt Bambus ähnliche Eigenschaften wie Viskose. Leicht erhältlich als Sommerdecke (ab 275 Franken) und ein bisschen schwerer zu finden als Ganzjahresdecke (ab 305 Franken).

Kissen: einschlafen mit Arvenduft

Schon seit Jahrhunderten schätzen Menschen den feinen Duft der Arve. Aus Arvenspänen werden Füllungen für Kissen hergestellt, indem der Hersteller die Späne zum Beispiel mit Dinkel mischt. Das Kissen von Waschbär enthält Arvenspäne und Dinkel in einem waschbaren Überzug aus Bio-Baumwolle. Es misst 20 × 50 Zentimeter und kostet knapp 30 Franken. Auch die Schweizer Unternehmen Smelloh oder Alpur bieten Arvenkissen an.

Bettbezüge: Klar zur Wende

In vielen bunten Farben sind die Uni-Bettbezüge von Mary Rose erhältlich. Sie sind aus zertifizierter Bio-Baumwolle und praktischerweise mit Reissverschlüssen verarbeitet. Noch praktischer ist die Tatsache, dass man die Bettwäsche wenden kann: Für den Sommer die seidige Satinseite, für den Winter die mit flauschigem Flanell.

Blick auf ein Doppelbett aus Holz.

Wendebettwäschen, schöne Farben und Muster: Natürliche Materialien bedeuten nicht, dass Sie Abstriche bei Look und Funktionalität machen müssen.

Fazit: Setzen Sie auf die Natur

Gerade im Schlafzimmer ist es vielen Menschen wichtig, sich mit natürlichen Materialien zu umgeben. Die gute Nachricht lautet: Es gibt inzwischen so viele schöne natürliche Produkte, dass Sie beim Einrichten eine grosse Auswahl haben. Wir hoffen, dass wir Sie mit unseren Tipps inspiriert haben.

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