Ein Vater räumt zusammen mit seiner Tochter den Geschirrspüler ein. Seine Partnerin sitzt mit einer weiteren Tochter am Küchentisch.
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Renovieren

Langweilig war gestern: Die 7 besten Küchenböden

Susanne Loacker

Dass Küchenböden vor allem praktisch, also leicht zu reinigen und widerstandsfähig sein müssen, stimmt nach wie vor. Dass sie dabei nicht auch noch gut aussehen können, stimmt aber nicht.

Küchenboden: zahlreiche Möglichkeiten

Plättli, Naturstein, Parkett, Kork, Laminat, Mikrobeton oder doch das gute alte Linoleum? Alles ist möglich. Sogar ein Mix aus Materialien und Designs – sofern Ihre Küche gross genug ist. Bei der Entscheidung für den perfekten Küchenboden hat man die Qual der Wahl. Wir zeigen Ihnen auf, welche Möglichkeiten es gibt.

1. Plättli

Fliesen sind der Klassiker unter den Küchenböden. Plättli bestehen aus Keramik oder aus Feinsteinzeug. Die Vorteile eines Fliesenbodens sind seine Robustheit und die Tatsache, dass er sich problemlos nass beziehungsweise mit einem Dampfreiniger reinigen lässt – und somit sehr hygienisch ist. Auch gehen Plättli und eine Fussbodenheizung gut zusammen. Ein Nachteil ist jedoch seine Härte: Fällt Geschirr herunter, stehen die Chancen für Teller oder Tassen schlecht. Designs gibt es im Überfluss – und inzwischen auch Alternativen zu den weissen Fugen, die Schmutz richtiggehend anzuziehen scheinen. Ein Fliesenboden kann je nach Wahl der Plättli recht günstig sein und hat eine Nutzungsdauer von zwei bis vier Jahrzehnten.

2. Stein

Stein ist unzimperlich, robust und unkompliziert zu reinigen. Er verträgt sich gut mit Fussbodenheizungen und verleiht der Küche einen natürlichen Look – besonders in der nicht polierten Ausführung. Steinplatten sind eher teuer – also lassen Sie beim Verlegen lieber den Profi ran. Dafür hält ein Steinboden in der Küche gut 50 Jahre. Vorsicht ist allerdings bei weicherem Stein wie Marmor geboten, der empfindlich auf Kalk reagiert: Wohnen Sie an einem Ort mit sehr hartem Wasser, sollten Sie Spritzer immer gleich aufwischen.

Eine moderne Küche mit weissem Marmorboden, mittelhellem Holz an den Fronten und Highlights im Aluminium-Look.

Steinböden sind optisch immer ein Highlight. Auf hochwertigen Stein wie Marmor sollten Sie aber besonders gut aufpassen.

3. Laminat

Auch das Laminat ist ein äusserst beliebtes Material für den Küchenboden – pflegeleicht und praktisch abriebfrei. Und diese Designvielfalt: Holz, Stein, Marmor, Schiefer, Betonoptik oder doch lieber Mosaik? Ein Laminatboden hat eine Lebensdauer von rund 20 Jahren und ist deutlich günstiger als ein Holz- oder Steinboden. Allerdings mag er es lieber, wenn man ihn nur nebelfeucht und nicht ganz nass reinigt. Hundebesitzern sei das eher weiche Laminat nur bedingt empfohlen: Macht Fido Kratzer in den Boden, lässt sich Laminat im Gegensatz zu Holz oder Stein nicht abschleifen. Dafür verlegen Sie Klicklaminat ohne grosse Vorkenntnisse problemlos selber. Vorsicht: Gewisse Laminate minderer Qualität eignen sich nicht für die Kombination mit einer Fussbodenheizung.

Ein junges Pärchen sitzt auf einem Teppich am Boden der Küche und stösst mit einem Glas Rotwein an.

Laminat ist ein Alleskönner mit vielen Vorteilen, der sich auch noch gut selbst verlegen lässt. Doch auch dieser Boden ist nicht ausnahmslos für alle Küchen geeignet.

4. Parkett

Ein Parkettboden kann Generationen überdauern – ein bisschen Patina macht ihn sogar noch schöner. Mit mindestens fünf Millimetern Nutzschicht lässt er sich zur Not mehrmals abschleifen. Parkett ist extrem fussfreundlich, dafür aber nicht ganz so kratzfest wie Stein oder Plättli. Mit einem guten Nässeschutz sind Wasserspritzer kein Problem. Wie ein Parkettboden aussieht, aber auch wie robust er ist, ist eine Frage des verwendeten Holzes – und des Preises. Zu den eher harten und damit für die Küche geeigneten Hölzern zählen Eiche, Buche, Esche, Nuss und Ahorn.

Blick in eine Küche mit hellen Fronten, einem Esstisch mit sechs Stühlen und einem hellen Parkettboden mit Bumerang-Muster.

Parkett lässt sich nicht nur in zahlreichen Mustern verlegen, sondern hält auch einiges aus. Ist er nicht mehr so schön, lässt sich die Oberfläche abschleifen.

5. Kork

Korkböden sind sehr elastisch und ideal für Menschen, die zu Hause gerne barfuss unterwegs sind, weil sie sich immer warm anfühlen. Allerdings ist Kork nicht sehr resistent gegen Abrieb: Es entstehen schon nach relativ kurzer Zeit «Trampelpfade» – damit eignet sich der Boden weniger für Wohnküchen oder Küchen, die wirklich mehrmals täglich verwendet werden. Ausserdem ist er nur bedingt wasserfest.

6. Linoleum

Linoleum ist ein nachhaltiges und biologisch abbaubares Naturprodukt aus Leinöl, Korkstaub, Holzmehl und Harz. Es ist rutschfest, sehr elastisch und damit für sehr langes Stehen in der Küche gut geeignet. Ausserdem ist Linoleum ideal für Allergikerinnen und Allergiker, antibakteriell, antistatisch und feuerhemmend. Linoleum gibt es als Meterware oder in praktischer Klickausführung.

Im Vordergrund ist der Anriss eines Wohnzimmers zu sehen, im Hintergrund ist eine Küche mit Linoleumboden im Schachbrettmuster zu sehen. Dahinter ist eine moderne Küche im Landhausstil zu sehen.

Viele wissen nicht, dass Linoleum ein Produkt natürlicher Stoffe ist. Er ist beständig – und heutzutage in sehr trendigen Designs erhältlich.

7. Mikrozement

Der Küchenboden schlechthin für den industriellen, modernen Look ist Mikrozement. Er ist langlebig, leicht zu reinigen und in einer Vielzahl an Varianten (matt, satiniert, glänzend) erhältlich. Das Material kommt ohne Fugen aus und lässt sich auch für Wände verwenden, was gerade in kleinen Küchen ein optischer Vorteil sein kann.

Eine moderne schwarze Küche mit schwarzen Schränken, schwarzen Wänden und einem schwarzen Boden aus Mikrozement. Über einer ebenfalls schwarzen Kücheninsel ist eine Edelstahl-Abzugshaube zu sehen. Im Hintergrund ist sind modernes Ess- und Wohnzimmer zu sehen.

So trendig wie kein anderes Material: Böden aus Mikrozement ist praktisch und schick.

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