Einrichten

Ideen zur Bade­zimmer­gestaltung: Vom Boden bis zur Decke

Thomas Bott

Ein einfaches Lavabo, eine Dusche und vielleicht noch eine Badewanne? Von wegen: Ein Badezimmer kann viel mehr sein als ein rein funktionaler Raum. Mit der richtigen Gestaltung der Einrichtung verwandeln Sie Ihr Bad in eine Wohlfühloase, die Entspannung vom Alltag verspricht. Was dabei wichtig ist und welche Möglichkeiten es gibt, erfahren Sie hier.

Blick in ein modernes Badezimmer mit freistehender Badewanne und bodentiefen Fenstern, die den Blick auf den Balkon ermöglichen.
© Getty Images

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Badezimmer-Ideen: die Badewanne im Fokus

Eine Badewanne ist eine Bereicherung für jedes Badezimmer. Die Beine ausstrecken, die Wärme des Wassers geniessen – herrlich! Wer eine Badewanne einbauen lassen möchte, hat die Wahl unter verschiedenen Modellen:

Der Klassiker ist die rechteckige Wanne. Durch ihre Form bleiben freie Ecken an den Kanten übrig, auf denen Sie beispielsweise Shampoos oder einen Badeschwamm platzieren können. In Nischen verschwinden rechteckige Badewannen oft vollständig, das erzeugt einen klaren und aufgeräumten Look. Die Seitenflächen verkleiden optisch ansprechende Plättli.

Ovale oder Platzspar-Badewannen können in kleineren Räumen von Vorteil sein. Eckbadewannen haben den Vorteil, dass sie oft eine breitere Liegefläche haben. Sie sind also besonders komfortabel und bieten oft auch Platz für eine zweite Person.

Eckbadewannen gibt es auch als Whirlpool. Hierbei sprudelt das Wasser durch Düsen in der Wanne, das wirkt wie eine Massage. Freistehende Badewannen sind ein echtes Design-Highlight. Sie können sogar mitten im Raum aufgestellt werden.

Eine freistehende Badewanne in einem hellen Badezimmer. 

Runde Sache: Eine freistehende Badewanne als Blickfang im Bad.

Die Dusche: wie ein frischer Sommerregen

Beim Design hat sich in den vergangenen Jahren viel getan. Besonders beliebt sind Walk-in-Duschen, weil sie durch den ebenerdigen Einstieg ohne Tür besonders komfortabel sind und dabei auch noch gut aussehen. Natürlich gibt es ebenerdige Duschen auch in klassischer Form als Eck-, Rund- oder Nischendusche. Die Gestaltung der Wände, Türen und Fliesen lässt sich in vielen Fällen individuell anpassen.

In der Dusche selbst gibt es ebenfalls viel Raum für eine individuelle Gestaltung. Ein Duschpaneel beispielsweise ermöglicht das Aktivieren seitlicher Düsen, die den Körper massieren. Oder Sie installieren eine Regendusche, deren besonders sanfter Strahl sich anfühlt wie ein lauer, warmer Sommerregen. So wird jedes Duschen ein kleiner Wellnesstrip.

Eine offene Dusche in einem steingrau gestalteten Raum mit einem runden Waschbecken auf einem langen Holz-Unterschrank. 

Offene Duschen liegen heute voll im Trend. Weil sie meist keinen erhöhten Einstieg besitzen, sind sie einfach zugänglich.

Viele verschiedene Formen: das Lavabo

Beim Standard-Lavabo ist unten der Siphon sichtbar. Das kann in bestimmten Badezimmern gut aussehen, muss es aber nicht. In diesem Fall empfehlen wir, gleich einen Unterschrank für das Waschbecken als wesentlichen Design-Aspekt in die Planung zu integrieren. Er verdeckt nicht nur den Ablauf, sondern sorgt auch für Stauraum.

Was die Form angeht, sind die Lavabos vielfältig: eckig, abgerundet, oval oder in Zimmerecken eingepasst. Möchten Sie das Waschbecken stärker in den Fokus rücken, eignet sich vielleicht sogar ein Stand-Waschtisch.

Direkt auf einem Möbel oder einer Platte angebracht, gibt das Lavabo dem Badezimmer einen modernen Look. Nahezu losgelöst von baulichen Beschränkungen sind der Formgebung keine Grenzen gesetzt. Das zeigt sich auch bei der Auswahl der Materialien, denn von klassischer Keramik über Holz bis hin zu Stein ist hier vieles möglich.

Wenn Sie eine grössere Familie haben und Stau im Badezimmer vermeiden möchten, sind Doppel-Lavabos mit zweifachen Armaturen die richtige Wahl.

WC: klassisch oder hochmodern

Toiletten mit Wandhalterung sind heute besonders weit verbreitet. Das stehende WC ist deshalb noch lange nicht verschwunden – und passt in manchen Badezimmern optisch sogar besser.

Ähnlich verhält es sich auch mit dem Spülkasten: In den vergangenen Jahren haben sich viele Bauherren für einen Unterputzspülkasten entschieden, der in der Wand verschwindet. Der Vorteil ist ein klares, ordentliches und aufgeräumtes Erscheinungsbild. Aber: Auch der klassische Spülkasten an der Wand oder am WC selbst ist noch lange nicht aus der Mode – und bei manchen baulichen Gegebenheiten sogar die einzige Möglichkeit.

Technisch gibt es bei Toiletten heute viel mehr Möglichkeiten als noch vor einigen Jahren. Spülwandlose Modelle verzichten etwa auf den Hohlraum, in dem sich sonst viel Schmutz ansammelt. Zudem wirken sie optisch etwas schlanker. Durch ein ausgeklügeltes Spülsystem verteilt sich das Wasser dennoch an der Innenwand der Toilette.

In Japan sehr beliebt sind Dusch-WCs, die Düsen für eine Bidet-Funktion besitzen.

Viele Modelle bieten zusätzliche Features wie einen beheizbaren Toilettensitz, eine Massagefunktion oder gar Lautsprecher, um unliebsame Geräusche zu überdecken. Dusch-WCs gibt es als Komplettsystem oder als reinen Sitz zum Nachrüsten einer bestehenden Toilette.

Fliesen: Es darf auch farbig sein

Weiss in Weiss ist der Standard für Bäder. Aber das muss nicht zwingend für Ihr Badezimmer gelten. Vielleicht möchten Sie mithilfe von Plättli etwas Farbe in den Raum bringen. Mischen Sie doch einfach ein paar farbige Exemplare darunter oder entwerfen Sie individuelle Muster. Kleinere Fliesen machen die Gestaltung dabei natürlich einfacher. Alternativ sind auch Exemplare mit vorgefertigten Mustern erhältlich.

In jedem Fall lohnt es sich, für die grossen Flächen auf helle Farben zu setzen. Sie geben dem Raum optisch mehr Weite, lassen ihn also grösser wirken. Als Akzente eignen sich allerdings auch dunkle Farben, Naturstein oder sogar Holz. Die Plättli selbst gibt es in vielen verschiedenen Grössen und Formen.

Blick in ein kleines Badezimmer mit Wanne, Waschbecken und Toilette. Weisse Fliesen schmücken die Wände, schwarz-weisse Plättli den Boden. 

Bei den Fliesen haben Sie viel Gestaltungsfreiraum. Es kann aber auch ein schlichtes Weiss sein. In diesem Fall gepaart mit einem verspielten Muster auf dem Boden.

Accessoires: passend oder als Akzent

Manchmal sind es die Details, die einem Raum seinen Charakter geben. Beim Badezimmer sind das zum Beispiel die Accessoires. Passend zu den Akzentfarben gewählte Badgarnitur oder Handtücher können ein optisches Highlight sein. Haben Sie sich etwa für Bambus an den Wänden oder am Toilettensitz entschieden, könnte auch der Zahnputzbecher aus dem gleichen Holz gefertigt sein.

In einem grösstenteils weissen Badezimmer sind Accessoires noch viel wichtiger, nämlich als Farbtupfer im Raum. Auch ein Bild kann im Bad richtig toll aussehen. Natürlich ist die Befestigung etwas schwieriger, vor allem in einem Badezimmer mit ausschliesslich Plättli an den Wänden. Aber dafür gibt es inzwischen sehr gut haftende Klebestreifen. Alternativ empfehlen wir als Accessoires Pflanzen oder Kunstobjekte, zum Beispiel eine kleine Statue.

Die richtige Beleuchtung im Badezimmer

Wenn Sie Ihr Badezimmer zur Wellnessoase umgestalten möchten, kann Ihnen die richtige Beleuchtung dabei helfen. Unser Tipp: LED-Lampen mit Farbwechsel. So stellen Sie genau die Stimmung ein, die zu Ihnen passt. Ein entspanntes Blau imitiert einen klaren Himmel, ein gelblicher Ton hingegen den Sonnenschein. Warmweiss ist angenehm für die Augen, und ein saftiges Grün erinnert an eine weite Wiese. Und mit dem passenden Duftspender tauchen Sie sogar noch tiefer in Ihre individuellen Wellnesswelten ein.

Barrierefreiheit: nicht nur im Alter wichtig

Viele Haus- und Wohnungsbesitzer gestalten ihr Bad inzwischen barrierefrei – und zwar nicht erst, wenn sie ein gewisses Alter erreicht haben, sondern bereits frühzeitig als Vorsorge. Eine ebenerdige Dusche erleichtert nicht nur den Einstieg, sondern ist auch mit einem Rollstuhl befahrbar. Badewannen gibt es mit Tür für einen vereinfachten Zugang.

Alternativ dazu lässt sich eine bestehende Badewanne mit einem Lift nachrüsten. Barrierefreie Lavabos sind unterfahrbar und mit Griffen ausgestattet. Bei der Toilette gibt es ebenfalls die Möglichkeit, Griffe an den Seiten zu montieren. Das sind erst wenige Beispiele für ein barrierefreies Bad. Eine Anpassung an die persönlichen Bedürfnisse ist an vielen Stellen kein Problem.

Fazit: Machen Sie Ihr Badezimmer zu einem ganz besonderen Raum

Während das Badezimmer früher oft als rein zweckdienlicher Raum gesehen wurde, entdecken immer mehr Haus- und Wohnungsbesitzer die vielfältigen Möglichkeiten zur individuellen Gestaltung. Auch das Bad gehört zum glücklichen Wohnen dazu. Vielleicht haben auch Sie Freude daran, aus Ihrem Badezimmer einen ganz besonderen Raum zu machen. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Planen – und beim Einrichten!

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