Das Bild zeigt eine verschneite Rasenfläche, umgeben von einer Buchs-Hecke.
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Leben

Haus und Garten vorbereiten: Der Winter kann kommen

Susanne Loacker

Bevor es so richtig kalt wird, sollten Sie einige Dinge im Haus und ums Haus herum erledigen und kontrollieren, damit Sie warm und sicher durch die kalte Jahreszeit kommen.

In diesem Artikel

Wer sich und seine Immobilie auf den Winter vorbereiten möchte, der sollte zuerst die Dämmung kontrollieren und den Garten entsprechend vorbereiten. Es gibt auch eine Reihe anderer Details, an die Sie denken sollten. Hier erhalten Sie sieben Tipps.

1. Das Dach kontrollieren

Klingt naheliegend: Wenn es zu schneien beginnt, sollte das Haus von oben dicht sein. Undichte Stellen gehören abgedichtet, fehlende Ziegel vom Dachdecker ersetzt. Fragen Sie doch einfach Ihre Nachbarn, ob Sie Ihr Dach von deren Häusern aus kontrollieren dürfen. Mit dem Fernglas ist das schnell erledigt – und spart die Beauftragung einer Fachfirma. Kommt der Dachdecker sowieso vorbei oder sind Sie schwindelfrei, ist eine Kontrolle auf dem Dach sinnvoll: Ist die Antenne unbeschädigt, wie ist der Zustand der Solaranlage, sind die Dachrinnen frei? Letztere können vom vielen Laub im Herbst verstopft sein – das ist besonders im regnerischen Herbst problematisch.

2. Heizung kontrollieren

Spätestens im Herbst sollte die Heizung kontrolliert und allenfalls gewartet werden. Der Öltank wird aufgefüllt, die Radiatoren werden entlüftet. Im Winter ist es sinnvoll und ausserdem energiesparender, alle Räume auf einer mehr oder weniger konstanten Temperatur zu halten – wenn Sie einzelne Zimmer sozusagen von null auf hundert heizen müssen, verbraucht das mehr Ressourcen.

Das Bild zeigt ein Schlafzimmer mit einem Radiator unter einer Fensterbank.

Radiatoren sollte man im Herbst entlüften, damit die Heizung im Winter dann einwandfrei arbeitet.

3. Durchzug minimieren

Verwenden Sie an einem windigen Tag eine Kerze oder ein Räucherstäbchen, um Zugluft im Haus aufzuspüren. Schon ein simpler Zugluftstopper – etwa von Wenko, für 44.90 Franken bei Ackermann erhältlich (Stand 5. November 2020) – hilft deutlich gegen Zugluft unter Türen. Wenn Türangeln nicht mehr sauber schliessen, kann man die Scharniere einfach mit einem Schraubenzieher nachziehen. Dichtungen aus Silikon oder Gummi an Fenstern sollten nicht bröckeln, sie werden aber mit der Zeit spröde. Deshalb sollten Sie diese in regelmässigen Abständen mit Öl pflegen und allenfalls ersetzen. Denken Sie auch an die Fenster in Dachboden und Keller, auch dort sorgt Durchzug für unnötige Kälte.

4. Beleuchtung überprüfen

Im Sommer ist künstliches Licht kaum ein Thema – doch sobald es finsterer wird, ist die Rolle der Beleuchtung elementar. Das bedeutet nicht nur, dass die defekte Glühbirne über dem Esstisch ersetzt werden sollte. Es bedeutet auch, dass es sich lohnt, die Aussenbeleuchtung des Hauses zu überprüfen. Wer schon einmal am Abend bei Schneeregen mit einer durchnässten Einkaufstasche am Arm verzweifelt nach dem Schlüsselloch gesucht hat, kennt die Vorteile einer bewegungsaktivierten Aussenbeleuchtung.

Die solaren Versionen solcher Bewegungsmelderlampen sind praktisch, da sie keine Anschlüsse benötigen, aber sie sind deutlich weniger hell. Installieren Sie notwendige Lampen und richten Sie vorhandene so aus, dass Bewegungen am richtigen Ort erfasst werden. Sinnvoll ist es, die Lampen nicht allzu tief zu richten, da sonst nachts jede Katze den Bewegungsmelder auslöst. Vergessen Sie auch nicht, Aussentreppen und die Garageneinfahrt zu beleuchten.

5. Wasser als Gefahr eliminieren

Haben Sie Aussenanschlüsse, drehen Sie den entsprechenden Hahn im Keller zu und lassen Sie das Wasser draussen noch so lange laufen, bis die Leitung entleert ist. Auch Gefässe, die draussen stehen und sich mit Regenwasser füllen, sollten Sie abdecken, weil das Wasser die Gefässe sprengt, wenn es zufriert. Kontrollieren Sie auch Ablaufstellen und Gitter. Wenn diese von Dreck und Laub verstopft sind, staut sich Wasser, das beim Zufrieren ebenfalls Schaden anrichten kann.

Das Bild zeigt einen Steinbrunnen vor einer roten Backsteinwand.

Die Wasserleitungen sollten für den Winter möglichst geleert werden, da sonst Schäden drohen. Im Keller Wasser abstellen, den Hahn noch eine Weile offen lassen, fertig.

6. Gegen Eisglätte wappnen

Reinigen Sie Gehwege rund ums Haus – es muss noch gar nicht schneien, auch nasses, verrottendes Laub ist extrem rutschig. Gegen Schnee rüsten Sie sich am besten frühzeitig. Ansonsten riskieren Sie, dass Sie leer ausgehen, weil Streugut und Schneeschieber ausverkauft sind, wenn es zu schneien beginnt.

Natürlich ist Streusalz praktisch. Aber auch wenn sie selbst keine Haustiere halten – Die Haustiere des Nachbarn werden es Ihnen danken, wenn Sie statt Salz auf Kies, Splitt oder Sand setzen. Den Boden regelmässig von Schnee befreien ist aber die sicherste Methode, um relativ rutschfrei durch den Winter zu kommen. Das hilft zwar bei Glatteis durch Eisregen nicht, bei vereisten, unebenen Oberflächen aber schon.

7. Innen für Gemütlichkeit sorgen

Auch wenn eine gemütliche Einrichtung keinen Einfluss auf die objektiv messbare Raumtemperatur hat: Subjektiv sorgt Gemütlichkeit für Wärme. Dazu trägt eine dezente, warme, am besten dezentrale Beleuchtung bei. Kuschelige Decken und grosse Kissen auf Sofas und flauschige Teppiche am Boden unterstützen die Gemütlichkeit noch zusätzlich. Auch Düfte können dazu beitragen, dass es sich wohlig anfühlt, nach Hause zu kommen. Haben Sie Haustiere, sollten Sie mit Düften allerdings zurückhaltend umgehen.

Fazit: Ist alles vorbereitet, kann der Winter ruhig kommen. Mögen muss man ihn zwar nicht unbedingt, aber wenn alles ums Haus herum in Ordnung ist, fühlt er sich entschieden besser an.

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