Leben

Gut für Umwelt und Portemonnaie: 7 Energiespar-Tipps

Susanne Loacker

Auch wenn Sie noch keine Solaranlage auf dem Dach haben, die eines Ihrer Elektroautos tagsüber volltankt, während Sie mit dem anderen unterwegs sind: Es gibt viele kleine Massnahmen, mit denen sich im Alltag Energie sparen lässt. In der Summe lohnen sie sich. Ein durchschnittlicher Haushalt bezahlte gemäss Statista im Jahr 2020 rund 1000 Franken für Energie. Hier kommen sieben Tipps, mit denen Sie diesen Energieverbrauch senken und so bis zu 50 Prozent Kosten sparen können.

Das Bild zeigt einen kleinen Jungen, der fasziniert in einen Backofen schaut.
© Getty Images/Westend61

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1. Clever waschen und trocknen

Je nach Netzanbieter beginnt zwischen 20 und 22 Uhr der Nachtstromtarif. Bis 6 Uhr morgens lässt sich so bares Geld sparen, denn der Strom ist zu dieser Zeit günstiger. Aber auch am Tag gibt es Möglichkeiten, beim Waschen und Trocknen Energie zu sparen: Vermeiden Sie es, halbvolle Trommeln laufen zu lassen, und waschen Sie nicht heisser als nötig. Es muss nämlich nicht immer alles bei 90 Grad gewaschen werden – dieser Irrglaube stammt aus einer Zeit, als Waschmittel noch viel weniger konnten als heute. Auch Vorwaschen ist kaum mehr nötig. Wäsche, die an der Leine trocknet, ist logischerweise energiesparender als mit dem Tumbler getrocknete Wäsche. Aber natürlich wird sie im Tumbler luftiger. Kompromiss: Leintücher und Frotteewäsche über Nacht an der Leine im Keller antrocknen lassen, dann im Tumbler noch den letzten Schliff geben.

2. Geschirr einweichen statt vorspülen

Man kann den Geschirrspüler auf dem Eco-Programm laufen lassen, wenn das Geschirr nicht stark verschmutzt ist. Bloss: Vorwaschen benötigt auch heisses Wasser – und das Abwaschen von Hand verbraucht mehr Wasser als das Eco-Programm des Geschirrspülers. Der ideale Kompromiss: Geschirr nicht unter laufendem Wasser vorwaschen, sondern im Schüttstein einweichen und danach in den Geschirrspüler räumen. Diesen dann natürlich erst einschalten, wenn er voll ist.

Ein Mädchen räumt die Spülmaschine ein. Im Hintergrund sieht man ihre Mutter, die ein jüngeres Geschwister auf den Knien sitzen hat.

Auch der Umgang mit dem Geschirrspüler will gelernt sein – und optimiert.

3. Multifunktionsgeräte kaufen und Geräte ganz ausschalten

Geräte verbrauchen Strom. Je mehr Geräte Sie haben, desto mehr Strom verbrauchen diese – auch im Standby-Modus. Deshalb ist es einerseits sinnvoll, wo immer möglich auf Multifunktionsgeräte zu setzen. Wenn ein Drucker etwa auch gleich scannen und kopieren kann, umso besser. Andererseits ist eine abschaltbare Stromschiene für die meisten Geräte sinnvoll. So vermeiden Sie den Stromverbrauch im Standby-Modus. Manche Geräte kann man getrost ganz abschalten, wenn man ein paar Tage verreist – zum Beispiel den Router, es sei denn, Sie hätten fernsteuerbare WLAN-Steckdosen.

4. Wasserkocher, Mikrowelle, Backofen: Das spart Energie

Kleine Wassermengen im Wasserkocher statt im Topf kochen. Fürs Aufwärmen die Mikrowelle statt den Backofen verwenden – das braucht etwa ein Siebtel der Energie. Beim Backofen aufs Vorheizen verzichten und den Backofen vor Backende ausschalten, um die Restwärme zu nutzen. Bei vielem, was man in der Küche jeden Tag und aus Gewohnheit macht, lässt sich im Kleinen Energie sparen.

5. LED statt Halogen oder Glühbirnen

Gerade in der dunkleren Jahreszeit lohnt es sich, auf LED zu setzen – die Technologie verbraucht deutlich weniger Strom als herkömmliche Glühbirnen, aber auch als Halogen. Sie denken, das mache doch nicht viel aus? Beleuchtung ist der grösste Stromfresser in Schweizer Haushalten, so das Fachportal der Elektrizitätswerke des Kantons Zürich (EKZ) energie-experten.ch.

Das Bild zeigt eine LED-Leuchte in Form einer Glühbirne in Nahaufnahme.

Beleuchtung macht den halben Energieverbrauch privater Schweizer Haushalte aus. LED-Birnen zahlen sich also aus.

6. Kühlschrank und Tiefkühler regelmässig überprüfen

Nicht nur ein vereister Tiefkühler, sondern auch Risse oder spröde Stellen an der Dichtung des Kühlschranks sorgen für einen höheren Energieverbrauch des Geräts. Eine Eisschicht von bloss fünf Millimetern erhöht den Stromverbrauch bereits um etwa ein Drittel. Beide Geräte, Kühlschrank und Tiefkühler, müssen Wärme abgeben können und sollten deshalb so frei wie möglich stehen – und auf keinen Fall neben Geräten, die selber Wärme produzieren, wie zum Beispiel Waschmaschinen oder Tumbler. Ausserdem, das versteht sich von selbst, sollten Sie beim Neukauf von Geräten auf eine hohe Energieeffizient achten.

7. Dusche, WC, tropfende Wasserhähne: Wasser sparen im Bad

Klar: Ein Bad in der Wanne braucht mehr Wasser als duschen. Doch auch beim Duschen gibt es noch Sparpotenzial. So kann man sich angewöhnen, beim Einseifen das Wasser abzustellen. Mit der Zeit kommt da richtig viel zusammen. Neue WCs sind mit einer Wasserspartaste ausgerüstet. Diese hat allerdings oft den Nachteil, dass dann so wenig Wasser kommt, dass man mehrmals spülen muss. Hier lohnt sich eine gute (und ehrliche) Beratung durch eine Fachperson. Ebenfalls lohnt sich das Reparieren von tropfenden Wasserhähnen und rinnenden WC-Spülungen. Hier reicht oft schon professionelles Entkalken.

Fazit: Auch Kleinvieh macht Mist

Oft denkt man: Das nützt doch eh nicht viel. Das mag im Einzelfall zwar stimmen, doch in der Summe sind es genau diese kleinen Dinge und Aktionen, die den privaten Energieverbrauch und damit auch die Kosten dafür senken können. Bei konsequenter Anwendung aller Tipps sind gemäss energie-experten.ch Einsparung um bis zur Hälfte des Verbrauchs möglich.

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