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Garage einrichten: vom Lager bis zur Werkstatt

Thomas Bott

Die Garage ist nicht unbedingt nur ein trockener Abstellplatz für das Auto. Der Raum lässt sich mit der richtigen Einrichtung zudem praktisch nutzen. Dabei kommt es etwa auf die passenden Möbel oder Regale an. Mit dem entsprechenden Zubehör machen Sie sogar eine kleine Werkstatt aus dem Einstellraum. Doch alles dürfen Sie dort nicht lagern. Hier erfahren Sie, wie Sie die Garage ideal einrichten.

Ein Mann liegt unter einem Fahrzeug und tauscht die Federung aus. Das Auto steht dabei auf Unterstellböcken.
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Rechtliches: Das darf in die Garage

Die rechtlichen Bestimmungen rund um die Garage sind in der Schweiz recht locker. Nur bei der Nutzung als Wohnraum müssen Sie aufpassen, dazu aber später mehr. Ansonsten dürfen Sie aus dem Raum machen, was immer Sie wollen. Das gilt natürlich nur dann, wenn es um eine private Garage auf eigenem Grund geht. Bei gemieteten Einstellräumen oder Plätzen in Einstellhallen sieht es anders aus. Hier legt in der Regel der Vermieter die erlaubte Nutzung fest. Aber auch in privaten Garagen gelten die regulären Brandschutzvorschriften: Es dürfen nur bis zu 25 Liter Treibstoff und bis zu 5 Kubikmeter Holzbrennstoffe aufbewahrt werden.

Garage einrichten: schöner Abstellplatz für das Auto

Soll Ihr Fahrzeug im Fokus stehen, gestalten Sie den Rest einfach um das Auto herum. Das ist vor allem dann sinnvoll, wenn Sie ohnehin wenig Platz in der Garage haben. Arrangieren Sie also in erster Linie Dinge um das Auto, die auch in Verbindung damit stehen. Für den gerade nicht verwendeten Satz Pneus gibt es etwa Felgenbäume zum Aufstellen. Alternativ hängen Sie die Reifen einfach mit speziellen Haken an der Wand auf.

Das wichtigste Werkzeug hat ebenfalls an der Wand Platz. Im Handel gibt es hierfür vorgefertigte Halterungen aus Metall oder Holz, die Ordnung schaffen. In einem kleinen Schränkchen bewahren Sie Zubehör wie Politur, Felgenreiniger, Ersatzbatterie und mehr auf. Als Deko eignen sich alte Metallschilder und stilvolle Bilder rund ums Auto. Auch beim Streichen der Innenwände können Sie Akzente setzen, etwa mit einer aufs Auto abgestimmten Wandfarbe oder aus dem Motorsport bekannten Mustern.

Autowerkstatt: Machen Sie mehr aus der Garage

Ist der Einstellraum für das Auto etwas grösser, eignet er sich vielleicht sogar als kleine Privatwerkstatt. Dafür benötigen Sie allerdings etwas mehr Zubehör. Besonders lohnenswert ist ein Werkzeugwagen. Er bietet Stauraum für alle wichtigen Tools, die Sie für kleinere Reparaturen am Auto benötigen. Weil er auf Rollen steht, nehmen Sie ihn ganz einfach mit auf die Seite des Fahrzeugs, an der Sie gerade arbeiten. In Metallschränken lagern Sie grössere Dinge und Geräte wie Akkuschrauber, Poliermaschine oder Unterstellböcke.

Eine Werkbank ist ideal, wenn Sie Teile bearbeiten wollen, die Sie vom Auto ab- oder ausgebaut haben. Daran lässt sich auch ein Schraubstock montieren, um Teile zu fixieren. Ein Wagenheber sollte natürlich ebenfalls nicht fehlen. Diesen benötigen Sie etwa für den Reifenwechsel. Ist die Garage hoch genug und Sie wollen auch unter dem Auto arbeiten können, ist vielleicht sogar eine Hebebühne die richtige Wahl.

In einer Garage entsteht schnell Schmutz. Weisse Wände sind also vielleicht nicht ideal. Stattdessen könnte ein Grauton die bessere Wahl sein – oder Sie setzen gleich auf Kunststoffwände, die sich leicht abwaschen lassen. Hier ist der Dreck nicht ganz so schnell zu sehen.

Mehrere Hängeschränke, Wandhalterungen für Werkzeug, eine Arbeitsplatte und Werkzeugwagen sind zu sehen. Sie sind in Schwarz gehalten mit Fronten aus Riffelblech.

Ein Werkzeugwagen ist bei einer kleinen Werkstatt sehr hilfreich. Ausserdem sind abwaschbare Kunststoffwände praktisch.

Hobbywerkstatt: für verschiedenste Projekte

Der zusätzliche Platz ermöglicht auch die Einrichtung einer Hobbywerkstatt. Arbeiten Sie gerne mit Holz, stellen Sie hier etwa eine Tischkreissäge, eine Werkbank und das notwendige Werkzeug auf. Bei der Lagerung des Rohmaterials sind jedoch die lokalen Brandschutzregelungen zu beachten. Gleiches gilt auch, wenn Sie gerne an elektrischen Geräten basteln. Gerade das Löten kann eine Gefahr sein. Bei gefährlichen Maschinen ist zudem ein Not-Aus-Schalter notwendig. Dieser kann im Notfall schlimme Verletzungen und Brände verhindern.

Erstellen Sie lieber Kleidungsstücke und andere Dinge aus Stoff, ist die Garage auch ein idealer Ort für einen Nähtisch. Hier haben Sie die notwendige Arbeitsfläche, um den Stoff ordentlich auszulegen, zuzuschneiden und weiterzuverarbeiten. Werkzeug, das im Haus keinen anständigen Platz hat, lässt sich in der Garage natürlich ebenfalls lagern. Das ist ein Segen für passionierte Heimwerkerinnen und Heimwerker.

Garage als Lager: Stauraum ist alles

Wollen Sie Ihren Einstellraum als Lager nutzen, brauchen Sie besonders viel Stauraum. Grosse Schränke, offene Regale und zusätzliche Hängemöbel sind hier ideal. So ist alles ordentlich verstaut. Genug Platz bleibt vielleicht dennoch für ein Velo oder Motorrad. So geht die ursprüngliche Idee der Garage nicht verloren. Aber Achtung: Ist die Garage zu voll, fällt es schwer, die Gegenstände in den hinteren Reihen zu erreichen. Ausserdem sollte der Zugang immer frei bleiben. Das ist auch für den Brandschutz wichtig.

Die Gestaltung der Wände spielt hier vermutlich eine untergeordnete Rolle. Helle Farben erweitern den Raum optisch und erleichtern das Auffinden der meisten Gegenstände etwas. Stehen Dinge an der Wand, können Sie je nach Material und Verschmutzung allerdings unschönen Abrieb oder Dreck hinterlassen. Das sollten Sie beim Planen sowie beim Verstauen unbedingt bedenken.

Garage als Hobbyraum: Sonderfall, was das Recht angeht

Ein Einstellraum ist im Normalfall nicht Teil des Wohnraums. Machen Sie daraus aber ein Hobbyzimmer, verändert sich das. Probleme könnte das etwa bei der Ausnützungsziffer verursachen. Sie dürfen schliesslich nur einen gewissen Teil des Grundstücks als Wohnraum nutzen. Reizt das Haus diesen Teil bereits komplett aus, ist die Nutzung der Garage als solcher unzulässig. Informieren Sie sich in diesem Fall also unbedingt im Voraus beim zuständigen Bauamt. Ist das Rechtliche geregelt, können Sie über die Einrichtung nachdenken.

Denkbar für einen Partyraum sind beispielsweise ein Billardtisch mit der passenden Lampe darüber, ein gemütliches Sofa an der Seite, eine Stereoanlage, eine Spielekonsole und ein kleiner Fernseher. Eine Minibar dazu sorgt für kühle Getränke beim Spielen. Eine gemütliche Atmosphäre schaffen Sie mit dunkleren Wandfarben und einer indirekten Beleuchtung. Sie können aber natürlich auch eine Modelleisenbahn aufbauen oder einen Tisch für die Modellflugzeugsammlung aufstellen. Es kommt also ganz auf Ihre persönlichen Interessen an, was Sie aus dem Raum machen.

Eine Person ist gerade dabei mit der Spitze des Queues die weisse Kugel auf einem Billardtisch anzuschlagen.

Entspannen und mit Freunden eine Partie Poolbillard spielen: Die Garage lässt sich auch als Hobbyraum nutzen.

Fazit: Die Garage lässt sich vielfältig einrichten

Egal, ob Sie die Garage bevorzugt als Stellplatz für Ihr Auto, als kleine Werkstatt, als Stauraum oder vielleicht sogar als Hobbyraum nutzen: Mit der richtigen Einrichtung machen Sie mehr aus dem Einstellraum. Zu beachten gibt es dabei in den meisten Fällen nur wenig. Nutzen Sie den Platz durch das Anbringen von Dingen an der Wand optimal aus. Die richtige Planung im Vorfeld hilft Ihnen dabei.

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