Zwei Männer sitzen an einem Lagerfeuer. Einer hält ein Getränk in der Hand, der andere grilliert einen Cervelat über der offenen Flamme.
© Getty Images / Oliver Rossi

Garten

Feuerstelle im Garten bauen: So einfach und schnell geht es

Thomas Bott

Einen gemütlichen Abend mit einem Feuer im Garten ausklingen zu lassen – schöner geht es kaum. Eine Feuerstelle für den Garten zu bauen, ist gar nicht so schwer. Es kommt nur auf die richtige Bauweise, die passenden Materialien und einige wichtige Voraussetzungen beim Thema Brandschutz an. Tipps zum Bau bekommen Sie hier.

Die Grundfrage: Ist Ihr Garten für eine Feuerstelle geeignet?

Ein offenes Feuer benötigt Platz. Einerseits, damit es sich ordentlich entfachen kann, andererseits, damit es keine Schäden anrichtet. In Ihrem Garten sollte es also eine Stelle geben, in deren Nähe sich keine Bäume oder brennbaren Sträucher befinden. Eine Gefahr geht schliesslich nicht nur vom Feuer selbst aus, sondern auch vom Funkenflug.

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Um Ärger mit den Nachbarn zu vermeiden, ist es zudem von Vorteil, wenn das Feuer inmitten des Gartens stehen kann. Die Rauchentwicklung könnte sonst umliegende Hausbesitzer stören – gerade, wenn der Wind ungünstig steht. Informieren Sie sich zudem über die in Ihrem Kanton geltenden Bestimmungen – beispielsweise, ob eine Baugenehmigung notwendig ist.

Ist ein passendes Plätzchen gefunden und das Rechtliche geklärt, muss auch der Untergrund die richtige Beschaffenheit haben. Dieser sollte möglichst eben sein. Gerade wenn Sie eine Feuerschale planen, sollte diese nicht schief stehen, sonst fallen Holz, Glut und heisse Asche schnell heraus. Ausserdem wollen Sie und Ihre Gäste ja auch nicht abschüssig sitzen.

Eine Gruppe junger Menschen sitzt um eine Feuerschale.

Die Wahl des richtigen Ortes für das Feuer ist wichtig. Er sollte eben sein und genug Platz zum Sitzen bieten – denn in gemütlicher Runde schmecken die Marshmallows noch besser.

Feuerstelle im Garten: Materialien und Bauarten

Es gibt verschiedene Arten, eine Feuerstelle im Garten zu realisieren. Beliebt sind etwa klassische Feuerkörbe. Sie sind einfach aufzustellen, in verschiedenen Formen und Verzierungen erhältlich und relativ günstig. Als Material kommt dabei in den meisten Fällen Metall zum Einsatz. Die Verkleidung spielt ebenfalls eine Rolle. Grosse Streben mit etwas grösseren Zwischenräumen eignen sich besser für Holzscheite. Feineres Brennmaterial wie Äste oder Pellets sind in Feuerkörben mit einer dichteren Struktur in der Verkleidung besser aufgehoben.

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Feuerschalen sind an den Seiten hingegen offen und meist ebenfalls aus Metallen wie Eisen und Gusseisen, Stahl beziehungsweise Edelstahl oder Aluminium gefertigt. Ihr grosser Vorteil ist ein noch besserer Blick auf das Feuer und Brennmaterial. Dafür ist es hier umso wichtiger, wie Sie das Holz aufschichten, weil der seitliche Halt fehlt. Beide Arten von Feuerstellen sind mobil und somit an verschiedenen geeigneten Stellen im Garten einsetzbar. Praktisch: Zusätze für Feuerschalen und Feuerstellen sorgen dafür, dass sie auch als Grill nutzbar sind.

Eine Metallstange mit zwei aufgespiessten Marshmallows über einem offenen Feuer.

Eine Feuerschale ist offen gestaltet. So ist es noch einfacher möglich, Essen darüber zu rösten – wie hier die Marshmallows.

Individueller lässt sich eine feste Feuerstelle gestalten. Dazu bereiten Sie im Garten einen Platz für das Feuer vor und umbauen diesen mit verschiedenen Materialien. Zum Beispiel mit einer knöchelhohen Mauer aus Steinen, Feldsteinen oder Ziegelsteinen. Es gibt allerdings auch Lösungen aus Glas, Beton oder Metall.

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Eigene Feuerstelle bauen: So einfach geht es.

Die oben beschriebene feste Feuerstelle ist in wenigen Schritten einfach selbst gebaut. Dazu benötigen Sie einen Spaten, eine Schaufel, einen Untergrund für die Brandfläche und Material für die gewünschte Umrandung. Die einzelnen Schritte:

  1. Stecken Sie einen geeigneten Platz für die Brandfläche im Garten ab. Achten Sie dabei auf geltende Mindestabstände zu Gebäuden und auf ausreichend Abstand zu Holzhütten, Bäumen und Sträuchern.
  2. Graben Sie etwa zehn Zentimeter tief in den Boden und heben eine runde oder eckige Fläche aus.
  3. Schütten Sie die Fläche dicht mit Sand, Kies oder anderen Steinen auf.
  4. Nehmen Sie nun die Umrandung vor. Dafür können Sie etwa Ziegelsteine aufschichten und diese mit Mörtel fixieren. Der Mörtel muss anschliessend vollständig trocknen.
  5. Stellen Sie Stühle oder Bänke in die Nähe der Feuerstelle. Achten Sie dabei darauf, dass diese nicht zu nah am Feuer stehen.
Ein Kind hält einen Stock ins Feuer.

Der Bau einer einfachen Feuerstelle ist so einfach, dass auch Kinder problemlos mithelfen können. So macht das anschliessende Schlangenbrot grillieren gleich noch mehr Spass.

Noch mehr Kontrolle: die Gas-Feuerstelle

Noch einfacher zu kontrollieren sind Feuerstellen mit Gas. Sie sind meist mobil einsetzbar und im Fachhandel erhältlich. Das Feuer entwickelt eher kleine Flammen und keinen Rauch. Das gemütliche Knacken von brennendem Holz geht dabei aber natürlich verloren. Dafür bleibt nach dem Erlöschen keine Asche übrig, die Sie entsorgen müssen. Im Vergleich zum Holz müssten Sie beim Gas allerdings etwas tiefer in die Tasche greifen.

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Allgemeine Tipps: der richtige Umgang mit Feuer

Ob Holz oder Gas – bewahren Sie am heissen Feuer einen kühlen Kopf und beachten Sie diese Sicherheitstipps:

  • Entfachen Sie das Feuer in Ihrem Garten nicht bei starkem Wind. Selbst relativ dicht geschlossene Feuerschalen können einen Funkenflug nicht komplett verhindern.
  • Nutzen Sie zum Entzünden keine Brandbeschleuniger wie Spiritus oder Benzin. Stattdessen sollten Sie auf Zunder oder kleinere Äste setzen.
  • Sorgen Sie dafür, dass der Boden im Umkreis der Feuerstelle nicht zu trocken ist.
  • Lassen Sie die Feuerstelle nie unbeaufsichtigt. Im schlimmsten Fall kann bereits ein Moment der Unachtsamkeit böse Folgen haben.
  • Behalten Sie etwas zum Not-Löschen in der Nähe – etwa die ausgehobene Erde, Sand oder Wasser.
  • Lassen Sie das Feuer nicht einfach unbeaufsichtigt ausgehen, sondern löschen Sie es gezielt und komplett vor dem Verlassen der Feuerstelle. Nehmen Sie dafür aber nicht nur Erde oder Sand, weil die Glut darunter weiterglimmt. Verwenden Sie auf jeden Fall zusätzlich Wasser.
  • Fassen Sie Feuerkörbe und -schalen nicht zu schnell nach dem Löschen an, das Metall hat sich schliesslich stark erhitzt.
Starker Funkenflug geht von glühender Holzkohle in einer Feuerschale aus.

Vorsicht: Von Feuer geht immer auch eine Gefahr aus. Gerade die Kombination aus starkem Funkenflug und Trockenheit kann schnell zu Bränden führen.

Fazit: Eine Feuerstelle ist schnell geschaffen

Eine Feuerstelle ist einfach aufgestellt oder gebaut. Auch die Preise halten sich in Grenzen: Für eine komplett selbstgebaute Feuerstelle geben Sie je nach Grösse und Wahl der Steine nur etwa 50 bis 100 Franken aus. Auch kleinere Feuerschalen und -körbe gibt es schon in dieser Preisklasse. Für eine Gas-Feuerstelle müssen Sie hingegen mit rund 500 bis 1000 Franken rechnen.

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