Bauen und Kaufen

Die 9 aussergewöhnlichsten Häuser der Schweiz

Sira Huwiler-Flamm

Ob ein Hotel im Bergwerksilo besuchen oder in einem Erdhaus wohnen – auch in der Schweiz gibt es jede Menge Häuser, die zum Staunen und Schmunzeln sind – neun Beispiele.

Inmitten grosser Gebäude steht in der Neustadtgasse in Winterthur das kleinste Haus der Stadt – mit nur 33 Quadratmetern Wohnfläche.
© House of Winterthur

In diesem Artikel

1. Das O House am Vierwaldstättersee

Am Ufer des Vierwaldstättersees hat der Zürcher Architekt Philippe Stuebi im Frühling 2007 das O House fertiggestellt. «Sowohl an der Vorderseite als auch am See zeigt diese skulpturale Villa sehr ausdrucksstarke und dekorative Fassaden», beschreibt er sein Projekt. Weisse Betonelemente mit Kreisöffnungen machen das Haus extravagant.

Im Inneren gibt es einen grossen Fitnessbereich, eine Tiefgarage mit zwölf Stellplätzen für Autoliebhaber und einen 25-Meter-Pool, der zur Hälfte innen und zur Hälfte aussen liegt. Da sich hinter den kreisrunden Öffnungen riesige Panoramafenster verbergen, ist der Ausblick auf See, Rigi und Bürgenstock das atemberaubende i-Tüpfelchen.

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Siehe auch: #philippestuebi

2. Das Flexhouse in Zürich

Mit seinen geschwungenen Formen und einer schuppenähnlichen Fassade erinnert das Flexhouse in Meilen an eine Schlange. Laut den Zürcher Architekten von Camenzind Evolution besticht das 2016 fertiggestellte Einfamilienhaus durch seine Gegensätze: «Ein gestrandetes Schiff, das vor Dynamik strotzt. Ein Raumgefühl, das die Natur einbezieht. Eine Natürlichkeit, die mit futuristischen Formen harmoniert.»

Die grosszügige Glasfassade macht das Gebäude modern und lichtdurchflutet. Der Blick reicht bis auf den Zürichsee. Im Inneren dominieren Weiss und helle Holztöne sowie runde Formen, die sich wie in der Aussenform etwa in Fenstern, einer Wendeltreppe oder in zwei geschwungenen Dachterrassen wiederfinden.

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Siehe auch: #flexhouse

3. Das kleinste Haus von Winterthur

«Jöh!» mag der eine oder andere Passant ausrufen, wenn er durch die Neustadtgasse in Winterthur schlendert. Denn hier steht das kleinste Haus der Stadt – und vielleicht sogar der ganzen Schweiz. Es hat 33 Quadratmeter Wohnfläche, 11 Quadratmeter Garten und inmitten der normalgrossen Bauten drum herum wirkt es schlicht und einfach herzig.

1863 wurde die ehemalige Werkstatt eingeweiht und 1903 in ein zweigeschossiges Wohnhaus umgebaut. Der spätbiedermeierliche Fachwerkbau mit grünen Fensterläden ist eines der wenigen freistehenden Häuser der Altstadt. Eine kleine Küche mit Esszimmer findet im Erdgeschoss Platz, im oberen Stock befindet sich ein kleiner Schlafraum mit Dusche und WC. Seit es die Stadt 2014 zum Verkauf anbot, soll es einer Künstlerin gehören.

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4. Die schwebende Autobahnraststätte in Würenlos

«Fressbalken» nennen die Schweizer die Autobahnraststätte in Würenlos. Denn: Die Raststätte samt Restaurants und einem kompletten Einkaufszentrum schwebt wie ein Balken in bis zu 17 Metern Höhe über der A1/A3 zwischen Zürich und Basel. 140 Meter lang und 18,6 bis 36 Meter breit ist die Shopping-Raststätte Würenlos, wie sie offiziell heisst. Geplant wurde die 1972 eröffnete Raststätte vom Zürcher Architekturbüro Marti + Kast.

Was kaum jemand weiss: Im Dachgeschoss befindet sich auch eine Wohnung – mit einmaligem Blick auf die sechs Spuren, die jährlich von rund 50 Millionen Autos befahren werden. Viereinhalb Räume und eine Terrasse sollen zu der einmaligen Wohnung dazugehören.

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5. Die Casa Forest in Basel

In einem Laubwald nahe Basel haben die Architekten von Daluz Gonzalez aus Zürich ein modernes Gebäude geschaffen, das sich perfekt in die Natur einfügt: Die Casa Forest. 2013 hatte sich eine kunst- und naturbegeisterte Familie solch ein Eigenheim gewünscht. 2016 war der siebeneckige, artifizielle Bau fertiggestellt.

Rechte Winkel gibt es in diesem kantigen Gebäude kaum. Die Aussenfassade fügt sich in Erdfarben in die Natur ein. Im Inneren sorgen unverputzte, aber gewachste und polierte Gipswände für Industrie-Charme, helle Eichenholzböden und -treppenstufen für Gemütlichkeit und grosse Fenster für Licht und freie Blicke in den Wald. An den Industrial-Style erinnern auch Wegbegrenzungen und Stufen aus Edelrost im Aussenbereich.

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6. Die Erdhaus-Siedlung in Dietikon

Erdhäuser sind nicht erst seit den Hobbits aus der Hollywood-Reihe «Der Herr der Ringe» beliebt. Schon 1978 entstand in Dietikon eine ganze Erdhaus-Siedlung. Der Dietiker Architekt Peter Vetsch hat sie entworfen und mittlerweile über 90 Erdhäuser – vom kleinen Einfamilienhaus bis zur Terrassenvilla – auf der ganzen Welt gebaut.

In Dietikon stehen die Häuser auf der Erde und sind begrünt, was sehr energieeffizient und temperaturausgleichend ist. Das Dach und die Wände sind aus Erde. Innen sorgen weiche Formen an Wänden, Fenstern und Durchgängen für eine behagliche Atmosphäre. Harte Kanten oder Ecken gibt es nicht.

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7. Das Hotel im Bergwerksilo in Herznach

Von 1937 bis 1967 wurde im aargauischen Herznach Eisenerz abgebaut und im Bergwerksilo gelagert. Heute können Gäste in diesem 17,5 Meter hohen Silo schlafen, das äusserlich noch im Originalzustand ist. Vier Gästezimmer und eine runde Bergwerkstube für Feierlichkeiten mit bis zu 30 Personen stehen bereit.

Im obersten Stock wohnen die Besitzer Brigitte Deiss und Ueli Hohl – mit Rundum-Panorama-Fernblick ins umliegende Land. Von 2002 bis 2004 haben sie das stillgelegte Silo mit viel Liebe zum Detail ausgebaut und restauriert.

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8. Die Schlumpf-Häuser in Genf

Bunt und originell wie bei Barcelonas Stararchitekten Antoni Gaudí präsentiert sich eine Siedlung mitten in Genf. Im lebendigen Viertel Les Grottes, hinter dem Bahnhof Cornavin, stehen «Les immeubles des Schtroumpfs» (Die Häuser der Schlümpfe). Zwischen 1982 und 1984 sind sie auf Anregung von drei Architekten entstanden.

Gerade Linien sucht man hier vergebens. Stattdessen: Balkone mit Reliefs, schmiedeeiserne Balustraden und ganz viel Farbe! Ihren Namen erhielten die Häuser, weil sie an die bunten Behausungen der Schlümpfe erinnern – und ziehen seither Touristen für neugierige Blicke und Fotos an.

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9. Das runde Hanghaus Villa Vals

An einem Berghang im Bündnerland steht die Villa Vals. Das moderne Gebäude ist kreisförmig in den Hang eingeschnitten und besitzt dadurch nur eine Fassade, die aus Natursteinen und Glas besteht. Die Architekten Bjarne Mastenbroek und Christian Müller haben das Haus so geplant, dass es sich vollständig in die Bündner Berglandschaft integriert.

Seit 2009 steht die Villa Vals direkt neben der Therme Vals und bietet als Feriendomizil bis zu zehn Personen Platz. Das Interieur besticht durch auffällige Massivholzmöbel und teils schwarze Möbel und Wände, die harte Akzente setzen. Die anderen Wände, Durchgänge und Treppen sind weitestgehend in industrieller Beton-Optik gehalten.

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