Blick auf eine von zwei Kaminen eingerahmte Dachterrasse.
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Voraussetzungen der Dachterrasse prüfen

Sie sind stolze Besitzerin oder stolzer Besitzer einer Dachterrasse und können es gar nicht abwarten, sie wohnlich einzurichten? Vorher sollten Sie jedoch die Beschaffenheit des Dachs überprüfen, um bei der Gestaltung der Terrasse bestmöglich vorzugehen und keine bösen Überraschungen zu erleben. Hier ein paar wichtige Tipps für die Planung.

  • Dachabdichtung: Stellen Sie sicher, dass das Dach, auf dem Sie die Terrasse gestalten werden, ausreichend abgedichtet ist. Insbesondere, wenn Sie Beete oder Pflanzen direkt auf den Boden platzieren wollen. Gegebenenfalls müssen Sie mit einer speziellen Wurzelschutzfolie vorsorgen.
  • Dachtraglast: Durch das Aufstellen von Pflanzenkübeln, Natursteinplatten und vielleicht sogar einem Springbrunnen wirkt viel Gewicht auf das Dach ein. Informieren Sie sich im Vorfeld beim Architekten des Gebäudes über die maximale Traglast.
  • Wasserzufuhr: Bei einer wohnlich eingerichteten Terrasse dürfen Pflanzen nicht fehlen. Und diese benötigen Wasser. Eine separate Wasserleitung zur Dachterrasse erleichtert Ihnen das Giessen.
  • Stromanschluss: Eine stimmungsvolle Beleuchtung, ein Whirlpool oder eine Bewässerungsanlage benötigen Strom. Planen Sie deswegen die Verlegung von Steckdosen auf der Terrasse ein.
Auf einer Dachterrasse stehen vier orangefarbene Stühle, ein Tisch und ein zusammengeklappter Sonnenschirm.

Wie gross ist die Tragkraft des Dachs? Möchten Sie eine spezielle Beleuchtung anbringen? Vor der Einrichtung sind einige grundlegende Fragen zu klären.

Erster Schritt beim Einrichten: die Bepflanzung

Je grösser Ihre Dachterrasse ist, desto wichtiger ist eine sinnvolle Aufteilung der Fläche. Dabei helfen Ihnen Pflanzen. Sie sehen nicht nur gut aus, sondern bieten Wind- und Sichtschutz, erzeugen eine wohnliche Atmosphäre und dienen als Raumtrenner für Ess- und Entspannungsbereich. Nutzen Sie dafür zum Beispiel Ziergräser in Hochbeeten oder grossformatige Pflanzen wie Bambus.

Bei der Wahl der Pflanzen sollten Sie auf robuste und frostfeste Exemplare setzen, denn auf einer Dachterrasse sind sie extremer Witterung relativ ungeschützt ausgesetzt. Mediterrane Kräuter wie Rosmarin und Thymian, Sträucher wie Berberis und Eibe oder Hänge- und Kletterpflanzen wie Clematis und Efeu werden Ihnen lange Freude bereiten.

Um das Gefühl, als würden Sie im Garten sitzen, noch zu verstärken, können Sie sogar kleine Bäume aufstellen. Verwenden Sie Kübel als Lebensgrundlage. Aber Achtung: Nicht alle Bäume sind für diese Art von Haltung geeignet. In Frage kommen verschiedene Ahornarten, die Zwergkiefer oder der Buchsbaum. Sorgen Sie für eine ausreichende Nährstoff- und Wasserversorgung. Ausserdem sollten Sie darauf achten, dass die Pflanzen auch bei starkem Wind oder Sturm gut gesichert sind.

Eine junge Frau giesst auf einer Dachterrasse Pflanzen.

Pflanzen schaffen auf Ihrer Dachterrasse nicht nur eine Gartenatmosphäre, sondern dienen auch der Raumaufteilung.

Dachterrasse wohnlich einrichten: Boden und Möbel

Für den Boden können Sie Holz, Naturstein oder Rasen verwenden. Auch Kiesflächen erzielen einen tollen optischen Effekt. Zudem sind sie leicht zu pflegen. Hier liefern wir Ihnen Ideen.

  • Naturholz: Dieser Belag wirkt sehr natürlich, benötigt aber auch viel Pflege und Schutz. Die Auswahl an Holzarten ist gross: Um ein möglichst gutes Verhältnis zwischen Anschaffungskosten und Widerstandsfähigkeit zu erreichen entscheiden Sie sich für Nadelholz von der Lärche, der Douglasie oder der Kiefer. Teurer, aber auch wetterfester, ist zum Beispiel das Tropenholz Bangkirai.
  • WPC: Hierbei handelt es sich um ein Verbundmaterial aus Holz und Kunststoff, das sogenannte Wood Polymer Composite (WPC). WPC ist leicht zu verarbeiten und sehr witterungsbeständig, bringt aber dennoch die Holzoptik auf die Terrasse.
  • Naturstein: Wegen des hohen Gewichts ist hier die maximale Tragkraft des Dachs wichtig. Wenn Naturstein in Frage kommt, bietet er eine optisch sehr hochwertige und robuste Alternative. Besonders Granit ist wegen der gleichmässigen Oberfläche beliebt. Wer es extravagant mag, entscheidet sich für Schiefer. Für eine mediterrane Optik sorgt Kalkstein.
  • Rasen: Eine etwas ungewöhnlichere Möglichkeit für eine Dachterrasse ist Rasen. Sie können ihn ähnlich wie im Garten auch auf Ihrem Dach säen. Allerdings sind dafür spezielle Voraussetzungen wie eine Unterkonstruktion mit Drainage und Belüftung erforderlich. Eine Schnelllösung bietet Rollrasen, der mit wenig Zeitaufwand verlegt ist. Der Pflegeaufwand ist niedriger als bei Neusaat. Wer es sich noch einfacher machen möchte, entscheidet sich für Kunstrasen.

Bei den Möbeln gilt im Prinzip dasselbe wie bei den Pflanzen: lieber grossformatige als kleinteilige Möbel. Ausserdem sollte der Entspannungsfaktor im Vordergrund stehen.

Machen Sie es sich zum Beispiel auf einem Daybed, grossen Loungemöbeln, Hängematten oder auf einer Hollywood-Schaukel bequem. Achten Sie darauf, dass das Material der Möbel möglichst witterungsbeständig ist. Ausserdem sollten die Möbelstücke nicht zu schwer sein, um das Dach nicht zu stark zu belasten.

Die Pflicht: für Sonnenschutz sorgen

Auf einer Dachterrasse sind nicht nur Ihre Pflanzen der Kraft der Sonne ausgesetzt, sondern auch Sie selbst. Es gibt ein paar praktische Accessoires, die Sie nicht nur vor zu viel UV-Strahlung schützen, sondern gleichzeitig auch noch als Designelemente dienen.

Grosse Sonnensegel spenden ausreichend Schatten und sorgen für ein gewisses Südseeflair. Gleichzeitig schützen sie gegen Wind und dienen bei richtiger Positionierung als Sichtschutz gegen neugierige Blicke. Der Aufbau ist in der Regel recht einfach: Die tragenden Segelmasten werden am Geländer der Dachterrasse befestigt. Eine Fixierung mit Seilen an der Hausfassade kann unterstützend wirken. Das Segel selbst besteht meistens aus Polyethylen-Gewebe, das besonders robust und UV-abweisend ist. Bei der Form stehen Ihnen rechteckige, dreieckige oder rautenförmige Segel zur Wahl. Die Preisspanne reicht von 50 Franken für ein einfaches Modell bis zu 5000 Franken für ein individuell angefertigtes Exemplar.

Ähnliche Funktionen übernehmen Sonnenschirme, Vordächer, Markisen oder eine Pergola.

Auf einer Dachterrasse stehen zwei blaue Liegen unter einem grossen, weissen Sonnenschirm.

Auf einer Dachterrasse kann es für Menschen und Pflanzen sehr heiss werden. Sorgen Sie mit einem Sonnenschirm oder einem Sonnensegel für ausreichenden Schutz.

Die Kür: Spiel mit dem Wasser

Um auf Ihrer Dachterrasse eine mediterrane Atmosphäre zu schaffen, bietet sich der Einsatz von Wasser an. Hier drei Ideen.

  • Terrassenteich: Ein Teich muss nicht immer ausgehoben werden, er kann auch einfach aufgestellt werden – in Form eines Hochteichs. Es gibt verschiedene Arten: vom kleinen, mit Wasser gefüllten Trog bis zum grossen Hightech-Exemplar mit integriertem Filtersystem, bei dem Sie sogar auf dem Beckenrand Platz nehmen können.
  • Springbrunnen: vom stylischen Edelstahlkugel-Brunnen über den urchigen Holzbrunnen mit Pumpe bis zum esoterischen Wasserspiel mit Terrakottavase – sanfte Wassergeräusche steigern das Wohlbefinden auf jeder Dachterrasse.
  • Whirlpool: Die Königsdisziplin beim Einsatz von Wasser ist der eigene Whirlpool. Den Sonnenuntergang gemütlich von der Dachterrasse aus bei angenehmer Wassertemperatur und einer entspannenden Massage zu beobachten – herrlich.

Fazit: Dachterrasse – der Garten für Stadtmenschen

Mit einer entsprechend eingerichteten Dachterrasse erhalten Stadtbewohnerinnen und Stadtbewohner die Möglichkeit, ein wenig Natur direkt über den eigenen vier Wänden zu erleben. Vom Springbrunnen über die Verlegung von Rasen bis zur Bepflanzung mit kleinen Bäumen stehen Ihnen viele Möglichkeiten offen.

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