In einem mit viel Naturholz eingerichteten Dachgeschosszimmer hängt ein kugelförmiger Cheminéeofen am Kaminrohr von der Decke.
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In diesem Artikel

1. Vielseitige Feuerstelle

Ein Kaminofen sieht dekorativ aus, verbreitet Wärme, und man kann seinen Tee darauf warmhalten. Er heizt einen kalten Raum sehr schnell auf, kann als Allein- oder Zusatzheizung genutzt werden und sorgt für eine angenehme Strahlungswärme, die noch lange anhält, auch wenn das Feuer lange erloschen ist. Wie ein exklusives Möbelstück ist er in jedem Fall der Hingucker im Raum. Und was auch immer man in der kalten Jahreszeit warmhalten oder trocknen will, der Schwedenofen ist dafür wie gemacht.

2. Romantische Atmosphäre

Man spricht bei Cheminéeöfen auch vom Ambientefeuer – die zuckenden Flammen hinter der Glasscheibe, der Geruch des brennenden Holzes, die sanft strahlende Wärme, das alles wirkt so heimelig und beschaulich wie zu Grosis Zeiten. Die meisten Menschen kaufen einen Kaminofen also nicht (nur) wegen seiner Heizleistung, sondern weil er eine ganz besondere Atmosphäre schafft. Unsere Vorfahren schauten in der Wildnis am Abend ins Lagerfeuer, das Wärme und Geborgenheit versprach – nicht anders funktioniert heute ein Kaminofen.

3. Einfache Installation

Während das Cheminée gemauert wird und ein nachträglicher Einbau damit eine reguläre Baumassnahme erfordert, lässt sich ein Kaminofen als Standgerät unkompliziert und auch ohne Fachmann aufstellen. Notwendig ist nur ein Zugang zum Hausschornstein über Kaminrohre oder ein eigenes Ofenrohr durchs Dach nach draussen. Ganz wichtig ist aber eine Abnahme durch den Kaminfeger, damit sichergestellt ist, dass kein Kohlenmonoxid in die Wohnung austritt.

Öfen sind in verschiedenen Dimensionen erhältlich, sodass es für jeden Raum eine passende Lösung gibt. Da der Ofen sehr heiss werden kann, sollte er mit ausreichend Abstand zu anderen Gegenständen oder Möbelstücken installiert sein. Den Boden unmittelbar vor dem Ofen schützen Sie mit einer Glas-, Metall- oder Steinplatte für den Fall, dass beim Einheizen einmal Glut oder brennendes Holz herausfällt.

In einer weissen Wohnküche steht ein Kaminofen an der Wand. Hinter der Ofenscheibe sieht man ein Feuer lodern.

So wird´s gemütlich: In der Küche steht ein Kaminofen und sorgt für reichlich Wärme. Und die lodernden Flammen schaffen eine romantische Atmosphäre.

4. Günstiger Brennstoffverbrauch

Ein Kaminofen lässt sich mit zwei bis drei Kilo Holz pro Stunde befeuern. Das reicht für ein schönes, gleichmässiges Feuer und eine romantische Atmosphäre. Wer regulär seine Wohnung auf diese Weise heizen will, braucht natürlich mehr Holz. Dann empfiehlt sich die Speicherlösung über einen Wärmetauscher oder Kacheln.

Der Wirkungsgrad – das Verhältnis von abgegebener zu zugeführter Energie in Form von Holz – liegt bei sehr guten Öfen bei mehr als 80 Prozent. Das heisst, der Energieverlust ist sehr gering, die Wärme steht zum Heizen zur Verfügung.

Voraussetzung dafür ist allerdings gut getrocknetes Holz. Und: Laubhölzer sind zwar als Brennholz teurer als Nadelhölzer, brennen dafür aber länger und konstanter. Fürs Dekofeuer reicht günstige Kiefer, zum Heizen empfiehlt sich teure Buche oder Eiche. Und während die Öl- und Gaspreise kontinuierlich steigen, sind Holzpreise noch recht konstant. Sie liegen bei rund 200 Franken pro Raummeter (Kubikmeter) oder Ster für Buche, Birke oder Esche. Alternativen sind gepresste Holzbriketts oder Holzpellets, die je nach Qualität günstiger sein können.

5. Nachhaltige Heizung

Holz ist ein umweltfreundliches Brennmaterial. Beim Verbrennen setzt es nur so viel Kohlendioxid frei, wie der Baum während des Wachstums aufgenommen hat. Holz gilt daher als klimaneutral. Deshalb ist ein Cheminéeofen ökologischer als andere Heizarten und kann sogar ökonomisch sein, wenn er beispielsweise mit einem wasserbasierten Wärmetauscher gekoppelt wird. Und: Je kleiner der Ofen, umso besser sind Effizienz und Wirkungsgrad.

Eine Hand öffnet die Tür zum Kaminofen, die andere Hand hält ein Holzstück, um das Feuer weiter anzuheizen.

Holz ist ein umweltfreundlicher und nachhaltiger Brennstoff. Und ein Cheminéeofen mit Wärmetauscher ist sogar eine sehr ökonomische und effiziente Heizquelle.

6. Flexible Gestaltung

Bei Kaminöfen denkt man meistens an den freistehenden, eisernen Kanonenofen, wie er besonders zur Nachkriegszeit noch gang und gäbe war. Solche Kaminöfen gibt es auch heute noch, doch dazu kommen unterschiedlichste Varianten. Das fängt bei rustikalen Formen an, die perfekt zu einem Landhaus passen, geht bei durchgestylten Kaminöfen weiter, die als Designerstück in ein modernes Loft passen, und hört dort noch lange nicht auf. Der Auswahl und Vielfalt sind praktisch keine Grenzen gesetzt – sowohl in der Höhe wie in Farbe, Abdeckung und Heizwert. Verkleidungen als Kachel- oder Natursteinofen verleihen der Feuerstelle nochmal ein ganz anderes Aussehen und lassen sich in Wände oder Räume integrieren.

7. Behaglicher Wärmespeicher

Es ist nicht zu leugnen: In einem einfachen Kaminofen Holz zu verfeuern sieht gut aus, wirkt aber ineffizient als Heizung – die heisse Luft wird als sogenannte Konvektionswärme einfach durch den Kamin geblasen. Deshalb braucht die warme Luft ein Speichermedium wie in früheren Zeiten den Kachelofen: Selbst wenn das Feuer längst erloschen ist, strahlen die aufgeheizten Kacheln noch lange Wärme ab.

Das funktioniert auch heute noch mit Kachel- oder Natursteinverkleidungen und Schamottsteinen für Kaminöfen. Die gibt es in vielen Formen und Farben, passgenau zum Kaminofen, der dann auch Speicherofen genannt wird. Je höher die Speichermasse, umso länger ist die Wärmeabgabe: Zwischen zwei und zwölf Stunden kann die Speicherwärme erhalten bleiben.

8. Individuelle Grösse

Kaminöfen gibt es in unterschiedlichen Formen und Grössen. Die kleinsten sind nur einen Meter hoch, es gibt schlanke und Eckmodelle sowie solche, die man an der Wand befestigen kann. Eine wichtige Masszahl vor dem Kauf ist stets der Brenn- oder Heizwert in Kilowatt (kW). Faustregel: Bei einer Raumhöhe von 2,5 bis 3 Metern sind etwa 0,1 kW Heizleistung je Quadratmeter nötig. Für ein Wohnzimmer von 60 Quadratmetern reichen 6 kW aus. Umgekehrt benötigt jeder Ofen Sauerstoff für die Verbrennung, ungefähr vier Kubikmeter Luft pro kW in der Stunde. Deshalb muss jeder Kaminofen der Raumgrösse angemessen sein.

Ein runder Cheminéeofen steht in einer Ecke, in ihm brennt ein Feuer.

Der Klassiker als Eck-Ofen, so strahlt die Wärme in den ganzen Raum ab. Der nötige Brennwert des Ofens bemisst sich nach der Grösse des Raums, der beheizt werden soll.

9. Günstige Alternative

Nicht zuletzt ist die Frage Cheminée oder Cheminéeofen eine Preisentscheidung. Ein echtes, gemauertes Cheminée – ohne Schornstein – ist im Durchschnitt 9000 bis 12 000 Franken teuer. Muss ein altes Cheminée entfernt werden, kommen nochmal einige hundert Franken Abbruchkosten dazu. Der Preis richtet sich nach dem Aufwand – und der ist bei einem Cheminée immer höher als bei einem Cheminéeofen.

Ein guter Kaminofen fürs Zimmer fängt preislich dagegen bereits bei rund 2000 Franken an. Jedes Plus an Funktionalität und Heiz- oder Speicherleistung kostet mehr, dann sind 4000 Franken eher realistisch. Dazu kommen die Kosten für das Kaminrohr, das an den Hausschornstein angeschlossen werden muss. Der Cheminéeofen bleibt aber die günstige Alternative zum Chéminee.

10. Schnelle Wärme

Wer Feuer machen kann und trockenes Holz bereitlegt, hat seinen Kaminofen blitzschnell gezündet. Da sich die eisernen Öfen sehr schnell erwärmen, ist das Nachhausekommen ein Genuss, denn im Handumdrehen ist der Ofen an. Vorteil gegenüber der Zentralheizung: Hier muss nicht erst heisses Wasser einen langen Weg zurücklegen und die Heizkörper erwärmen, hier springt buchstäblich der Funke sofort über.

Fazit: Feuer frei für den Kaminofen

Ein Cheminéeofen ist ein Stück Lebensqualität. Die zuckenden Flammen, die wohlige Wärme, das Feuermachen – hier erwacht der Urmensch in uns. Investition und Kosten sind überschaubar, ökologisch und ökonomisch vertretbar ist der Ofen auch.

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