Eine Frau und ein Mann sitzen auf einem Sofa im Wohnzimmer und schauen auf ein Smartphone.
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Einrichten

Aufgeräumt: 10 Ideen für mehr Ordnung im Wohnzimmer

Ulrich Safferling

Je mehr Leben im Haus ist, umso eher wird das Wohnzimmer zur Spielwiese der ganzen Familie. Verständlich, doch mit all dem kleinen und grossen Kram, der da zusammenkommt, recht ungemütlich. Ganz abgesehen davon, dass ein aufgeräumtes Wohnzimmer einladender für alle ist. Die Grundregel «am Abend alles wieder zu versorgen» scheitert oft nur daran, dass es für viele Sachen keinen festen Platz gibt. Doch Stauraum lässt sich einfach schaffen, wie diese zehn Beispiele zeigen.

In diesem Artikel

1. Sideboards – unauffällig und multifunktional

Ein Sideboard ist eine flach und breit gebaute Kommode. Als kleiner Bruder der Schrankwand ist es kein Lückenbüsser, sondern ein Multifunktionsschrank, der einiges wegstecken kann: als Standfläche für den Fernseher oder Ablage für Kleinkram sowie als Stauraum, in dem Gläser, Vasen, Knabbereien oder Zeitschriften Platz finden. Die Regel «was im Sideboard nicht Platz findet, gehört nicht ins Wohnzimmer» kann so der Beginn für ein grosses Aufräumen im Wohnzimmer werden.

Tipp: Über dem Sideboard bleibt noch Platz für ein schönes Bild, ein Kunstwerk oder ein kleines Wandregal.

Eine Frau sitzt in einem Gitterstuhl im Wohnzimmer, lehnt die Füsse auf einem Paletten-Tisch und hält ein Tablet in der Hand.

Ein Sideboard ist ein wahres Multifunktions-Möbel und kann als Stauraum und als Abstellfläche dienen. Selbst die Nutzung als TV-Bank ist möglich.

2. Treppenschrank – ein Plätzchen, das oft ungenutzt bleibt

Der Platz unter einer freischwebenden Treppe ist oft nicht mehr als ein Abstellplatz für Schuhe und Harassen, Garderobe und Einkaufskörbe. Dabei lässt sich der Platz optimal mit einem massgefertigten Schrank nutzen, der bis zu den obersten Stufen sauber abschliesst. In den vielen Schubladen und Schränken lässt sich alles unterbringen, was vorher willkürlich unter der Treppe stand – und noch vieles mehr. Das schafft Ordnung und feste Plätze, entlastet das Wohnzimmer und sieht ausserdem gut aus. Ein Treppenschrank ist eine Investition, die sich sowohl optisch wie auch organisatorisch lohnt.

3. Containerschrank – Blickfang und Stauraum in einem

Wer sich früher etwa aus einfachen Teekisten Stauraum baute, wird moderne Containerschränke schätzen lernen. Sie sind vielseitig und chic gestaltet und funktionieren gleichzeitig als Aufbewahrungsort wie auch als Raumgestalter. Ob als Raumtrenner oder Cocktail-Insel, je nach Platz und Gestaltung wirkt ein Container als Blickfang im Raum. Wie praktisch, dass sich in diesem Möbel auch noch einiges unterbringen lässt. Mit zwei oder mehreren lässt sich sogar ein ganzes Wohnzimmer gestalten – und so können Sie auf die Schrankwand getrost verzichten.

4. Tablare – der Platz unter der Decke

Ist das Wohnzimmer klein geschnitten, bleibt immer noch Platz unter der Decke. Hängeregale oder Tablare lassen sich zwischen zwei Wänden perfekt einbauen und darunter hat noch die Couch oder der Fernseher Platz. Vergessen Sie dabei allerdings die Kopffreiheit nicht – zu niedrig sollten die Regale deshalb nicht hängen. Andererseits sind sie zu hoch aufgehängt ebenfalls unpraktisch, denn dann werden die Arme lang und länger, um etwas hinein- oder herauszuheben.

Tablare in einer Nische über der Coach. Darauf stehen einige Bilderrahmen und Accessoires.

Hängeschränke oder Tablare fügen sich optisch perfekt in einen Raum ein und bietet Abstellfläche für wichtige Gegenstände sowie Accessoires.

5. Boxen – Sparringspartner für Kleinkram

Einfacher geht’s nicht: In Rattan- oder geflochtenen Körben lässt sich all der Kleinkram sammeln, den Sie im Wohnzimmer ständig benötigen – vom Strickzeug bis zur Legosammlung. Abends einfach alles in die Boxen, und schon ist aufgeräumt. Tipp: Je steifer die Körbe oder Boxen gearbeitet sind, umso eher lassen sie sich zur Not auch mal stapeln. Wer noch mehr Ordnung haben will, kauft das passende Regal im Zuschnitt zu den Boxen, die sich dort perfekt einsetzen lassen. So ist dann am Ende alles perfekt verstaut und das Regal lässt sich ausserdem als Raumelement einsetzen – sind die Boxen tagsüber draussen, scheint Licht durchs Regal, am Abend mit Boxen ist das Regal blickdicht gegenüber dem Fenster.

6. Rollmöbel – immer unterwegs, wo Platz ist

Wir kennen sie alle, die Airline-Trolleys, mit denen die Cabincrew den Tomatensaft und andere Getränke zu den Passagieren bringt. Die vom Dienst ausrangierten Trolleys lassen sich kaufen und zu Hause als Roll-Bar einsetzen. Natürlich ist der Platz in ihnen begrenzt. Doch es gibt Alternativen: Containerschränke oder Regale, die ebenfalls auf Rollen daherkommen – zur Not schrauben Sie einfach selbst welche an. Vorteil: Der Stauraum ist da, wo Sie ihn brauchen. So ist das Kinderspielzeug blitzschnell verstaut und kann problemlos zwischen Kinder- und Wohnzimmer hin- und hertransportiert werden.

7. Couchtisch – mehr als nur eine Ablagefläche

So schön ein schlichter Couchtisch aus Glas oder Holz sein mag, er verschenkt eine ganze Menge Stauraum. Clevere Tische bestehen aus verschiedenen Schubladen mit einer Deckplatte. So kann alles, was sonst auf und unter dem Couchtisch offen herumliegt, blitzschnell verstaut werden und in den Schubladen ist immer noch Platz für Knabbereien und Gesellschaftsspiele. So dürfen die Gäste auch spontan kommen.

Ein Couchtisch mit Stauraum unter der Tischplatte, dahinter stehen ein Sofa, Zimmerpflanzen und eine Stehlampe. Im Hintergrund sind raumhohe Fenster zu sehen.

Couchtische gibt es in unterschiedlichsten Grössen und Formen. Sie eignen sich als Ablage, aber auch als stylisches Möbel mit Stauraum.

8. Einbauschränke – Stauraum vom Massschneider

Eine elegantere Lösung kann man sich kaum vorstellen – der auf Mass gefertigte Einbauschrank passt nicht nur perfekt in jede Lücke, sondern schafft Stauraum, der mit vorgefertigten Standardmöbeln nur schwer zu füllen wäre. Wer ganz klassisch einen Schreiner beauftragt, der hat bei Holz, Gestaltung und Abmessung meist die freie Auswahl. Ausserdem lässt sich der Schrank für den gewünschten Zweck optimal einrichten, beispielsweise als Garderobenschrank für Jacken, Taschen und Schuhe. Etwas günstiger sind Internetangebote von Schreinern, die auch nach Mass arbeiten, aber vom Design her nur eine begrenzte Auswahl bieten.

9. Kommoden – die Generalisten für alle Fälle

Mit einer Kommode machen Sie nichts falsch. Es gibt sie in allen erdenklichen Stilen, Farben und Formen. Je sperriger die Sachen sind, umso besser eignen sich Türen. Ansonsten sorgen Schubladen bereits für Ordnung in der Kommode selbst. Wollen Sie sehr viel Krimskrams versorgen sind sogenannte Apothekerschränke die erste Wahl: In vielen kleinen Schubladen lassen sich tausend Kleinigkeiten gut sortiert verstauen. Zudem gibt es Kommoden für spezielle Zwecke, wie zum Beispiel für CDs und DVDs. Dann ist die Kommode meist hoch und nicht tief gebaut und lässt sich selbst in einem schmalen Durchgang noch prima an der Wand aufstellen.

10. Couchmobiliar – Helferlein rund ums Kanapee

Die kleinsten Ordnungshüter sind Accessoires zur Couch. Zum Beispiel Organizer in Form von weichen Hängetaschen, die sich über die Lehne oder den Couchrücken legen lassen und Zeitschriften oder die Fernbedienungen aufnehmen. Auch ein Couch-Butler in Form eines Tischchens, der sich ebenfalls an der Armlehne aufstecken, einstecken oder hängen lässt, ist als Ablage denkbar. Völlig klar, der Stauraum in diesen Mini-Helfern ist sehr begrenzt. Aber oft sind es die Kleinigkeiten, die ständig auf dem Couchtisch rumliegen und nur einen festen Platz brauchen, damit Ordnung herrscht. Und lädt ein freier Couchtisch nicht mehr zum Entspannen ein, als wenn sich auf ihm alles Mögliche und Unmögliche türmt?

Fazit: Ordnung entspannt!

Ordnung ist das halbe Leben, so hiess es früher. Das müssen Sie natürlich nicht übertreiben. Aber ist das Wohnzimmer aufgeräumt, und packen Sie nur die Sachen aus, die Sie für die Arbeit oder Freizeit brauchen und am Ende verstauen Sie alles wieder, dann entsteht kein Chaos. Auch das Entspannen fällt so gleich viel leichter. Denn statt nur darüber nachzugrübeln, wie sich das Wohnzimmer endlich wieder gemütlich gestalten lässt, können die Gedanken im aufgeräumten Zuhause frei wandern. So verbinden Sie das Nützliche mit dem Angenehmen.

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