Ein Rasen zwischen Ziergras-Büschel, im Hintergrund sind kahle Bäume und eine Gartenbank zu sehen.
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In diesem Artikel

1. Rasen mähen, rechen, düngen und vertikutieren?

Vor dem ersten Bodenfrost, also spätestens Anfang November, sollte der Rasen noch einmal ausgiebig gepflegt werden. Die wichtigste Massnahme ist das Rasenmähen – achten Sie hier darauf, dass der Rasen nicht kürzer als fünf Zentimeter ist, sonst wird er von Moos überwuchert. Denn anders als Rasen, der ab einer Bodentemperatur von 9 Grad aufhört zu wachsen, macht dem Moos die Kälte nichts aus.

Wichtig beim Mähen im Herbst: Die Grasabschnitte dürfen nicht liegen bleiben. Es empfiehlt sich, die Grasabschnitte gemeinsam mit dem Laub zu entfernen. Denn im Herbst und im Winter benötigt der Rasen so viel Licht und Luft wie möglich, um die Kälte zu überstehen. Greifen Sie also regelmässig zum Rechen, bis alle Bäume ihre Blätter verloren haben.

Tipp: Laubhaufen im Garten bieten kleineren Tieren wie Igeln ein Quartier für den Winter. Entsorgen Sie deshalb die zusammengerechten Blätter nicht.

Zusätzliche Pflege bietet ein spezieller Rasendünger für den Herbst. Ein hoher Kaliumanteil stärkt die Gräser und schützt sie vor Frostschäden.

Das Vertikutieren empfiehlt sich nur bei stark beanspruchtem Rasen oder altem Rasen mit sehr starkem Moosbefall. Ansonsten reicht es aus, den Vertikutierer lediglich im Frühjahr zu bemühen. Wer nicht auf diese Arbeit verzichten möchte, sollte dies in jedem Fall bei milden Temperaturen über 10 Grad machen. Denn sonst kann sich der Rasen nicht von der anstrengenden Prozedur erholen. Alles rund ums Vertikutieren lesen Sie auch in unserem Artikel zu «Rasen vertikutieren».

Tipp: Auch wenn der Rasen vom Sommer mitgenommen aussieht, warten Sie mit der Neuansaat bis zum Frühling. Denn bei zu niedrigen Temperaturen kann die Nachsaat nicht ordentlich anwachsen.

Man sieht einen Mann in Arbeitshosen mit einem Rasenmäher. Auf dem Rasen liegt gelbes Laub, es ist Herbst.

Im Herbst noch einmal richtig mähen: Der Rasen wird es Ihnen danken. Und das Laub ist auch gleich weg.

2. Pflanzen umtopfen, austopfen, setzen

Blühende Pflanzen, wie sie typischerweise im Frühling und im Sommer vorkommen, sollten weder umgetopft noch aus ihren Töpfen in die Freiheit – also in den Garten – ausgesetzt werden. Dafür ist der Herbst die beste Zeit. Wichtig ist dann jedoch, dass Sie diese Pflanzen auch gleich auf den Winter vorbereiten (siehe unten).

Auch Blumenzwiebeln setzt man am besten im Herbst: Wenn Sie im Frühling bunte Tulpen oder Narzissen möchten, sollten die Zwiebeln vor dem ersten Frost in den Boden. Die Beete sollten dann jedoch vor Frost geschützt sein (siehe unten).

Zwei Männerhände pflanzen Tulpenzwiebeln; daneben ist braunes Gras zu sehen.

Damit es im Frühling blüht, müssen Tulpen- und Narzissenzwiebeln schon im Herbst in den Boden.

3. Gräser, Sträucher, Bäume: richtig zurückschneiden

Klingt simpel, ist es aber nicht: Auch beim Zurückschneiden kann man Fehler machen.

  • Gräser werden zusammengebunden und später im Winter geschnitten. Dann allerdings grosszügig: Ziergräser und auch Blütenstauden kann man getrost bis auf den Boden zurückschneiden. Sie werden dann im Frühling umso buschiger und dichter.
  • Hibiskus und Buddleja («Sommerflieder» oder «Schmetterlingsflieder») werden grosszügig gestutzt, damit allfälliger Schnee die dünnen Äste nicht abbricht.
  • Grössere Sträucher, Hecken und auch Bäume werden erst am Ende des Winters gestutzt. Wichtig ist hier, dass es nicht friert.

Tipp: Rosen sollte man erst im nächsten Frühling schneiden.

Auch das richtige Werkzeug ist hier entscheidend. Für Gräser oder dünne Äste reicht eine einfache Gartenschere. Bei dickeren Ästen können Sie zur Astschere oder auch zur Säge greifen.

Man sieht eine Hand in einem gelben Gartenhandschuh, die einen jungen Baum stutzt.

Die meisten Bäume und Sträucher sollten im Herbst gestutzt werden.

4. Noch einmal grosszügig giessen

Während der Ruhephase nicht oder nur sparsam giessen – diese Regel stimmt. Allerdings ist die Erde vom Sommer oft stark ausgetrocknet. Deshalb sollte man die Pflanzen, egal ob ausgetopft oder noch im Kübel, noch bis zum ersten Frost weiter giessen, auch wenn es nicht mehr so heiss ist. Die Wassermenge kann dabei langsam reduziert werden. So werden die Pflanzen robuster und überstehen den Winter besser.

5. Pflanzen vor Frost schützen

Wenn man Pflanzen, die eher in warmen Gegenden um das Mittelmeer beheimatet sind, vor Frost schützen möchte, sind nicht etwa die Äste entscheidend, sondern die Wurzeln. Deshalb muss vor allem der Topf gut geschützt werden – am besten mit Jute, einer Kokosmatte oder einem alten Kaffeesack. Kleinere Töpfe kann man auch in eine Holzkiste stellen, die man dann mit Holzschnitzeln oder Stroh (aus der Zoohandlung) auffüllt. Die Äste packt man am besten in Vlies.

Beete, besonders auch jene, die frisch gesetzte Blumenzwiebeln beherbergen, müssen ebenfalls vor der Kälte geschützt werden. Laub oder Gartenvlies schützen die Pflanzen vor Kälte. Eine zusätzliche Abdeckung schützt ausserdem vor Schnee.

Achtung: Nicht winterharte Pflanzen müssen jetzt ins Haus.

Auf der Kellertreppe stehen Töpfe. Die Töpfe sind eingepackt, zum Teil auch die Sträucher selber.

Windgeschützt und eingepackt – der Winter kann kommen.

6. Pflanzen nicht voreilig kompostieren

Viele Pflanzen sehen im Herbst dürr, braun und blattlos aus. Entsorgen Sie sie trotzdem nicht, sondern geben Sie ihnen im Frühling noch eine Chance. Was bis im Juni nicht austreibt, kann dann immer noch in die Grünabfuhr.

7. Den restlichen Garten winterfest machen

Sie sollten aber nicht nur die Pflanzen auf den Winter vorbereiten. Auch Wasseranschlüsse im Garten brauchen spezielle Pflege: Drehen Sie die Zuleitung im Keller ab und lassen Sie den Wasserhahn offen stehen. Denn gefrorenes Wasser hat mehr Volumen als flüssiges. Ist ein Rohr oder der Gartenschlauch prall gefüllt, entstehen bei Frost Schäden.

Gartenmöbel kommen in den Keller oder werden abgedeckt. Hartholzmöbel sind für eine Schicht Öl oder Wachs dankbar, so überstehen sie die trockene Winterkälte mit deutlich weniger Rissen. Und wo keine Risse sind, kann kein Wasser eindringen, gefrieren und noch mehr Schaden anrichten.

Fazit: Eine Checkliste hilft, im Herbst an alles Wesentliche zu denken: Rasen pflegen, um- und austopfen, Blumenzwiebeln für den Frühling setzen, Gräser und Stauden schneiden. Und auch die Garteninfrastruktur nicht vergessen.

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