Garten

5 Gemüsesorten, die Sie im Februar säen können

Jana Janssen

Ein eigener Gemüsegarten macht nicht nur Spass, Gemüse selbst zu züchten, ist auch ein nachhaltiges Hobby. Aber wer ernten will, muss auch säen. Damit das in Sommer und im Herbst gelingt, können Sie bereits im Februar einige Pflänzchen vorzüchten. Was Sie für den Start in die neue Pflanzsaison benötigen und welche Gemüsesorten für die frühe Aussaat auf der Fensterbank oder im Freiland geeignet sind, lesen Sie hier.

Eine Frau kniet im Garten neben einer Schubkarre mit Gemüse und hält zwei Peperoni in den Händen.
© Getty Images/Westend61

In diesem Artikel

Vorbereitung auf die neue Pflanzsaison

Wenn der schlimmste Frost vorüber ist, können Sie im Februar so langsam beginnen, den Garten für die neue Saison vorzubereiten. Wenn Sie planen, in diesem Jahr einen Gemüsegarten anzulegen, können Sie schon jetzt mit dem Säen erster Pflanzen auf der Fensterbank, im Frühbeet oder im Gewächshaus beginnen. Einen Überblick über die unterschiedlichen Anzuchtorte finden Sie hier:

  • Fensterbank: Über eine helle und warme Fensterbank verfügt fast jedes Haus. Mit wenig Zubehör wie Saatschalen, Anzuchterde und Klarsichtfolie kann es auch schon losgehen. Für Fortgeschrittene empfiehlt sich ein Mini-Gewächshaus für die Fensterbank sowie eine Wachstumslampe, um Temperatur und Lichtverhältnisse besser im Griff zu haben. Sind die Pflanzen gross genug, müssen Sie sie pikieren – also vereinzeln – und in ein grösseres Gefäss oder Beet umpflanzen.
Auf einer Fensterbank stehen kleine Töpfchen mit jungen Pflanzen.

Viele Pflanzen können Sie ganz einfach auf der Fensterbank heranziehen, bevor Sie sie in den Gemüsegarten setzen.

  • Frühbeet: Frühbeete sind eine Art kleines Gewächshaus für draussen. Die Kästen mit Deckel bieten mehr Platz als die Fensterbank, aber weniger als ein Gewächshaus. In ihnen können Sie nicht nur mit der Anzucht der Pflänzchen beginnen, diese können dort auch wachsen und verbleiben. Durch die kompakte Grösse finden sie auch in kleineren Gärten oder auf grösseren Balkonen Platz. Besonders komfortabel und rückenfreundlich sind Frühbeete als Hochbeet.
  • Gewächshaus: Für Profis eignet sich ein eigenes Gewächshaus, das viel Platz für den Gemüseanbau im eigenen Garten bietet. Ist das Gewächshaus mit einer Heizung ausgestattet, können Sie darin sogar Pflanzen überwintern; für die Frühkultur reicht die natürlich entstehende Wärme aber aus. Achtung: Es kann sein, dass Sie für ein Gewächshaus auf Ihrem Grundstück eine Baubewilligung brauchen – vor allem, wenn es ein festes Fundament hat. Kontaktieren Sie im Zweifel am besten das Bauamt Ihrer Gemeinde.

Egal, ob Sie sich für die Fensterbank, das Frühbeet oder ein Gewächshaus entscheiden, mit hübschen Schaufeln, Harken und Giesskannen macht es gleich viel mehr Spass. Für die Anzucht von Samen ist zum Beispiel dieses schöne Set aus Schaufel und Harke (31.80 Franken) geeignet. Ausserdem sind dekorative Pflanzschilder wie dieses Pflanzschild aus Zinkblech (8.15 Franken) nützlich, damit Sie immer wissen, welches Pflänzchen wo wächst.

Zwei Kinder befinden sich in einem noch leeren Gewächshaus.

Das Gewächshaus bietet Platz für viele Pflanzen und schützt diese vor dem letzten Frost am Ende des Winters und Anfang des Frühlings.

1. Für mediterrane Gerichte: die Aubergine

Auberginen sind eine beliebte Gemüsesorte und lassen sich bereits Anfang Februar auf der Fensterbank vorziehen. Wichtig ist dabei, dass diese warm genug ist – Temperaturen von 22 bis 24 Grad sind optimal. Wählen Sie daher am besten ein Südfenster aus oder nutzen Sie eine Wärmelampe für Pflanzen.

Auberginensamen keimen zuverlässig nach zwei bis vier Wochen. Das ist etwas länger als bei anderen Gemüsesorten – geben Sie auf keinen Fall auf, weil sich im Vergleich mit anderen Pflanzen erstmal nichts tut. Setzen Sie am besten jeden Samen in einen eigenen Topf und bedecken Sie ihn mit einer dünnen Schicht Anzuchterde. Danach feuchten Sie die Erde mit einer Sprühflasche an und decken den Topf mit Klarsichtfolie ab oder platzieren ihn in einem Gewächshaus für die Fensterbank. Hin und wieder lüften nicht vergessen, damit die Samen nicht schimmeln.

Anfang Mai können Sie die so angezüchteten Pflänzchen dann in ein Frühbeet oder in Ihr Gewächshaus aussetzen. Im Juli oder August erhalten Sie leckere Auberginen aus Ihrem eigenen Garten für mediterrane Gerichte.

2. Vielfältig und hübsch anzusehen: die Peperoni

Auch die Peperoni liebt es warm und wird daher auf der Fensterbank vorgezogen, bevor sie nach draussen ins Gewächshaus kommt. Sie kommt in den unterschiedlichsten Formen und Farben, als süsse Frucht oder scharfe Chili daher. Aussaat und Anzucht sind aber bei allen Sorten gleich. Das funktioniert sogar einfach mit den Samen aus Supermarktfrüchten.

Die Samen streuen Sie am besten in eine Pflanzschale mit Anzuchterde und bedecken sie mit einer dünnen Schicht Erde. Danach drücken Sie sie an und giessen kräftig, aber nicht zu viel. Wie bei der Aubergine decken Sie die Schale mit Folie ab oder stellen sie in ein kleines Gewächshaus. Die Temperatur sollte dabei idealerweise zwischen 20 und 22 Grad liegen.

Nach circa zwei Wochen, je nach Sorte aber auch länger, beginnen die Samen zu keimen. Sobald die ersten zwei Blätter gewachsen sind – das dauert etwa vier Wochen –, können Sie pikieren. Mitte Juli sollten erste grüne Früchte im Gewächshaus hängen, die bis zum Ende des Monats reifen. Ideal zum Grillieren und Braten oder für Salate.

An einer Pflanze wachsen eine rote und grüne Peperoni. Eine Hand greift nach der roten Peperoni.

Peperoni können Sie ernten, wenn sich die Farbe der Früchte voll entwickelt hat, aber auch die unreifen grünen Früchte können Sie schon essen.

3. Wachstum im Express: der Spinat

Spinat ist eine der wenigen Gemüsesorten, die Sie auch Ende Februar schon im Freiland aussäen können. Das Gemüse ist sehr unkompliziert, daher gelingt das auch Anfängern. Achten Sie nur darauf, dass die Sorte fürs Frühjahr geeignet ist, wenn Sie Samen kaufen.

Bevor Sie die Samen ausstreuen, lockern Sie den unkrautfreien Boden auf und mischen Sie Kompost unter. Legen Sie niedrige, aber nicht zu flache Furchen an, in die Sie die Samen streuen. Anschliessend bedecken Sie sie mit Erde und klopfen sie fest. Folie oder Vlies schützen die Pflänzchen vor Frost.

Auch Spinat können Sie im Haus vorziehen. Im Gegensatz zu Auberginen sollte es dann aber nicht zu warm und hell werden, da er sonst herb wird. Etwa zwölf Grad sind optimal. Dann wächst Spinat schnell – nach etwa acht bis zehn Tagen beginnt er zu keimen und bereits nach sechs bis acht Wochen können Sie ihn ernten.

4. Essbare Blütenknospen: die Artischocke

Artischocken bilden sehr dekorative Blüten, die wunderbar anzusehen sind, auch wenn Sie den Geschmack der Pflanze nicht mögen. Ausserdem verströmen sie einen süssen Duft und locken Hummeln an. Damit die Pflanze noch im selben Jahr Blüten trägt, müssen Sie früh dran sein und unbedingt im Januar oder Februar mit der Anzucht auf der Fensterbank beginnen.

Die Samen streuen Sie in einer Saatkiste mit lockerer und humushaltiger Erde aus. Bei einer optimalen Temperatur von 20 bis 25 Grad beginnen sie nach zwei bis drei Wochen zu keimen – noch schneller geht es, wenn Sie die Samen vor dem Säen einige Stunden in warmes Wasser legen.

Sobald die Pflanzen dicht in der Schale stehen, pflanzen Sie sie in einzelne Töpfe. Mitte bis Ende April sollten die Pflanzen etwa drei bis fünf Blätter haben und sind bereit für ein sonniges Plätzchen an der frischen Luft. Dort sollte ausreichend Platz vorhanden sein, denn bei guter Pflege können die Pflanzen über mehrere Jahre bis zu zwei Meter gross werden. Ernten können Sie von August bis September.

Nahaufnahme einer jungen Artischockenknospe.

Artischocken sind nicht nur gesund und delikat zum Essen, die hübschen Blüten können Sie auch dekorativ nutzen.

5. Allzeit beliebter Klassiker: die Tomate

Tomaten sind ein echter Klassiker bei Hobbygemüsebauern. Denn bei richtiger Pflege sind sie sehr ertragreich: Mit ein paar Pflanzen haben Sie den ganzen Sommer frische Tomaten aus dem eigenen Garten.

Die Aussaat funktioniert ähnlich wie bei den Auberginen – Tomaten keimen allerdings erheblich schneller. Etwa acht bis zehn Tage sollte das dauern. Haben Sie die Samen statt in einzelne Töpfe in eine Saatschale gesät, können Sie pikieren, sobald sich die ersten zwei Blattpaare zeigen.

Tomaten wachsen sowohl im Gewächshaus als auch auf Balkon oder Terrasse – idealerweise bei Temperaturen von 18 bis 25 Grad. Ohne Gewächshaus sollten die Pflanzen aber erst im Mai ins Freie gesetzt werden, da sie keinen Frost vertragen. Töpfe oder Beet sollten Sie mit einer Rankhilfe ausstatten. Die ersten Früchte können Sie Ende Juli ernten und daraus leckere Saucen, selbstgemachtes Ketchup oder Salate zubereiten.

Fazit: Der frühe Vogel …

Wer die neue Gartensaison kaum abwarten kann, kann und sollte bereits jetzt mit der Aussaat der ersten Pflänzchen beginnen. Denn viele Sorten lassen sich besonders gut auf der Fensterbank zum Keimen bringen. Auch Gartenneulinge können so mit ein paar Samen den Spass am Gärtnern entdecken.

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