Leben

10 Zimmerpflanzen, die für Katzen ungiftig sind

Ulrich Safferling

Es ist eine Zwickmühle: Zwar muss jedes Büsi etwas Grünzeug knabbern, um die Haarballen loszuwerden, die es mit der Fellpflege aufnimmt. Doch es kann bei Zimmerpflanzen nicht unterscheiden, welche giftig sein könnten. Und Verletzungsgefahr durch scharfe Blätter gibt es auch. Hier kommen zehn grüne Blickfänger, die fürs Büsi ungefährlich sind.

Auf einer Fensterbank an einem geöffneten Fenster sitzt eine Katze; neben ihr steht ein Lavendelstrauss in einem Glas.
© Getty Images/ Linda Raymond

In diesem Artikel

1. Katzengras

Es ist ein Klassiker, das Katzengras, das in Zoohandlungen und Gärtnereien angeboten wird. Obwohl es DAS Katzengras nicht gibt, werden unter diesem Namen meist Zwerg-Zyperngras, Weizenkeimgras oder Zimmerbambus angeboten. In jedem Fall sollten es weiche Halme sein, auch wenn einige Büsis das knackige Zyperngras bevorzugen. Hat das zu scharfe Blätter, können aber Verletzungen im Hals oder Magen und Darm die Folge sein. Reizvoll ist das Ansäen von Gras in einer grossen Schale – Katzen lieben eine solche kleine Liegewiese.

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2. Katzenminze

Fast wie eine Droge wirkt die leicht nach Zitrone riechende Katzenminze oder Katzenmelisse auf die Stubentiger. Sie ist auch manchmal in Katzenspielzeug enthalten. Der Grund dafür liegt im Wirkstoff Nepetalacton, den Katzen gern riechen. Obwohl nicht abschliessend erforscht, wirkt Katzenminze teilweise euphorisierend auf Katzen, die sich gerne daran reiben oder daran knabbern. Jungtiere und ältere Katzen reagieren weniger stark auf die ätherischen Öle der Pflanze, die bis einen Meter hoch werden kann.

3. Grünlilie

In Katzenhaushalten beliebt ist die langblättrige Grünlilie, mit deren Blättern Katzen gerne spielen, vor allem wenn sie sich in der aufsteigenden Heizungsluft hin- und herbewegen. Zugleich wird die pflegeleichte Zimmerpflanze als Luftverbesserer geschätzt. Darin liegt nur dann eine gewisse Einschränkung, wenn die Lilie in einem Raucherhaushalt steht. Dann könnte die Katze beim Blätterknabbern Nikotin abbekommen. Auch die Blütenstände und Samen der Lilie müssen sorgsam entfernt werden, weil sie bei Katzen zu Durchfall führen können.

Prüfend schaut das Büsi unter Grünlilien-Blättern hervor; im Hintergrund ist unscharf ein Tisch zu erkennen.

Die Grünlilie verführt Katzen zum Spielen und Knabbern. Zwar ist die Pflanze ungiftig, doch weil sie Schadstoffe aus der Luft filtert ist sie nicht für jeden Haushalt geeignet.

4. Lavendel

In der Provence ist er ein Klassiker, der Lavendel. Es gibt diverse Sorten, die unterschiedlich blühen und duften. Das ätherische Öl ist zwar nicht giftig, sollte das Büsi aber eine zu grosse Vorliebe dafür entwickeln, muss man unter Umständen die Pflanzen «knabbersicher» aufstellen. Das gilt übrigens für alle ungiftigen Dekopflanzen in Haus und Wohnung. In kleiner Dosis helfen sie der Katze beim Hinauskitzeln der Haare im Magen, aber zu viel davon naschen sollte sie nicht – mit Ausnahme von Katzengras und Katzenminze natürlich.

5. Baldrian

Wie die Katzenminze mögen Katzen auch die sattgrünen Blätter des bis zwei Meter hohen Baldrians. Bei Katzen wirkt dieser im Gegensatz zum Menschen nicht beruhigend, sondern anregend, deswegen wird er auch Katzendroge genannt. Das liegt an den Ölen und Alkaloiden, deren Geruch von Menschen eher als unangenehm empfunden wird. Daher nennt man es auch Stinkwurz, Katzen- oder Hexenkraut. Katzen lieben Baldrian, reiben sich daran und beissen auch hinein.

6. Zimmertanne

Die Zimmertanne ist zwar ungefährlich, aber keine ganz einfache Zimmerpflanze: Sie liebt es hell, aber nicht sonnig, muss vor Zugluft geschützt werden und braucht viel Luftfeuchtigkeit. Sie sollte nicht in den Laufwegen der Katzen stehen, weil die dichten, wedelartigen Zweige sensibel auf Berührung reagieren. Je aktiver die Katze ist und je lieber sie an Pflanzen schnuppert, desto schwerer wird die Pflege der sehr dekorativen Zimmertanne.

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7. Zimmerhibiskus

Mit seinen schönen Blüten ist der Zimmerhibiskus eine Augenweide. Es gibt ihn in vielen Farben und er ist pflegeleicht – auch wenn er als Zimmerpflanze kultiviert wird. Er liebt mässige Morgen- oder Abendsonne und kein pralles Tageslicht. Seine üppigen Blüten sind ungiftig, selbst wenn die Katze davon probieren sollte. Wer frisches Katzengras in der Nähe aufstellt, macht einen Hibiskus für die Katze ganz schnell uninteressant.

8. Korbmarante

Für Katzenliebhaber empfiehlt sich auch die Korbmarante, auch Calathea oder Pfeilwurz genannt. Sie stammt aus den tropischen Regenwäldern und aus ihr wurde das Gegengift für vergiftete Pfeile gewonnen. Entsprechend mag sie keine direkte Sonne, aber hohe Luftfeuchtigkeit. Als Zimmerpflanze ist sie mit ihren getupften oder gestreiften Blättern hübsch anzuschauen und völlig ungefährlich für Mensch und Tier. Sie wird allerdings maximal einen halben Meter hoch und ist daher vor allem für Fensterbänke geeignet.

Stehen Pflanzen wie die ungiftige Calathea oder Pfeilwurz am Boden, sind sie für Katzen leicht erreichbar. Ein hoher Topf verhindert aber, dass Katzen sich daran austoben können.

Pfeilwurz klingt gefährlich, ist aber für die Katze völlig ungefährlich. Durch einen hohen Topf werden sensible Pflanzen auch davor geschützt, dass die Katze sich an ihnen reibt.

9. Kentia-Palme

Junge Büsis werden an einer Bergpalme ihre Freude haben, denn die luftigen Blätter laden zum Spielen und Reinbeissen ein. Im Gegensatz zur bekannten Yucca-Palme ist sie ungefährlich. Giftig sind Madagaskarpalme und Palmfarne. Unbedenklich wieder Schuster- und Kentia-Palme. Letztere stammt aus Australien, ist pflegeleicht und robust und kann mit ihren langen Blättern bis zu zwei Metern hoch werden.

10. Margeriten

Eine richtige Blütenpracht entwickeln Margeriten, von denen mehr als 40 Sorten bekannt sind. Pflegeleicht und essbar sind sie fast ideal für einen Katzenhaushalt. Allerdings reagieren empfindliche Menschen und Tiere mit Hautausschlag auf den direkten Kontakt mit dem Pflanzensaft, der Polyacetylene enthält. Deshalb muss aufmerksam beobachtet werden, ob die Katze wirklich von der Pflanze frisst und wie sie darauf reagiert. Auch hier empfiehlt sich ein attraktiveres Pflanzenangebot wie Katzenmelisse in der Nähe, das die Katze von der Margerite ablenkt.

Fazit: Grün und ungiftig – Pflanzen für den Katzenhaushalt

Kann die Katze nicht aus dem Haus oder der Wohnung, müssen die Zimmerpflanzen ungiftig sein. Ob aus Neugier oder Bedürfnis, die Katze wird gern mal in das eine oder andere Blatt beissen. Das Angebot an ungefährlichen Pflanzen ist zwar grösser, als man denkt, trotzdem muss der Stubentiger beobachtet werden. Entwickelt er eine zu grosse Vorliebe für die eine oder andere Pflanze, sollte diese ausgetauscht werden.

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